Skip to main content

Aufgaben 2024

Verbandsarbeit

Für den Sitzungsdienst der Organe wird die Bundesgeschäftsführerin je nach Bedarf durch die BHU-Fachreferent*inn*en bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt. Der Sitzungsdienst wurde 2024 weiter auf eine digitale Basis umgestellt, um den Zugriffe auf Inhalte für alle Prozesse im Verband zu vereinfachen. Gleiches gilt für die Gremien, insbesondere die BHU-Fachgruppen.

Arbeit der Verbandsorgane

Das Präsidium und das Kuratorium haben in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle die Verbandsarbeit kontinuierlich begleitet und standen im regelmäßigen Austausch. Sie übernahmen repräsentative und vernetzende Aufgaben zu Institutionen.

Das Präsidium hat als zentrale Aufgabe wurde die Vor- und Nachbereitung der BHU-Mitgliederversammlung unterstützt. Das Präsidium hat an der Mitgliederversammlung teilgenommen wie auch bei der Vorbereitung und Durchführung der einzelnen BHU-Hauptveranstaltungen aktiv mitgewirkt. Hierzu zählten beispielsweise die Ansprache und Einladung hochrangiger Persönlichkeiten. Der Präsidentin, Dr. Herlind Gundelach, oblagen Sitzungsleitungen sowie Grußworte bei BHU-Veranstaltungen und Publikationen. In relevanten externen Gremien (Jahrestagung Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz, Verbändegespräche im Bundesumweltministerium, Kuratoriumssitzungen Deutsche Stiftung Denkmalschutz usw.) hat sie den BHU vertreten und Gespräche mit Partnerorganisationen, in Ministerien und in der Bundespolitik geführt. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit den weiteren Präsidiumsmitgliedern. Zentrale Aufgabe in 2024 war die Ausgestaltung der 120-Jahr-Feier des BHU im Sächsischen Landtag. Im Rahmen des Festaktes haben die Präsidiumsmitglieder Vizepräsident Lutz Töpfer und Prof. Dr. Günter Dippold Laudationes für die mit der Rudorff-Medaille bzw. Rudorff-Plakette ausgezeichneten Engagierten gehalten. Der Bundesschatzmeister Dr. Thomas Wurzel hat bei der Veranstaltung ein Statement zur Institutionellen Förderung gehalten. Darüber hinaus stand er in regelmäßigem Austausch mit der Bundesgeschäftsstelle in Hinblick auf die Finanzen des Verbandes. Insgesamt drei Sitzungen des BHU-Präsidiums fanden statt, am 17.05.2024 Online, am 24.06.2024 in Berlin und am 09.08.2024 in Dresden.

In 2024 hat sich das Kuratorium mit seiner beratende Funktion in die BHU-Arbeit eingebracht und wurde fallweise thematisch in die BHU-Arbeit einbezogen. Das Kuratorium wurde über die Tätigkeiten und Planungen des BHU informiert und auch zum Bundeskongress Heimat eingeladen. Die Kuratoriumsmitglieder gaben inhaltliche Anregungen für die aktuellen und zukünftigen BHU-Aktivitäten und wirkten als Multiplikatoren.

Gremiensitzungen

Die Geschäftführerversammlung und die Fachgruppen dienen der inhaltlichen Abstimmung zwischen dem BHU und den Mitgliedsverbänden.

In 2024 fanden zwei Geschäftsführerversammlungen in Präsenz statt. Bei der ersten Sitzung in Hannover standen im Rahmen der Heimatstrategie 120+ die Stärkung der Verbandsstrukturen und die gemeinsame Außendarstellung im Fokus. Dabei wurden erprobte Beispiele zur Mitgliedergewinnung vorgestellt und dokumentiert für eine Handreichung.

Im Rahmen der BHU-Jahrestagung wurde die zweite Sitzung in Dresden durchgeführt. Hierbei wurden Themen für die Mitgliederversammlung vorbereitet. Der Bundesverband und die anwesenden Mitgliedsverbände tauschten sich bei den Sitzungen über ihre jeweiligen Vorhaben und Projekte im aktuellen und kommenden Jahr aus. Besprochen wurden die anstehenden gemeinsamen Kampagnen und Veranstaltungen wie das Kulturdenkmal des Jahres, der Bundeskongress Heimat und die Deutschen Foren. Weitere Themen waren die Jahrestagung sowie die Verbandsstrategie. Außerdem gab es die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Umsetzung der
BHU-Verbandsstrategie 2030

Zentrale Ziele der Heimatstrategie 120+ wurden 2024 erfolgreich vorangetrieben. Insbesondere die Sichtbarkeit des Heimatengagement wurde weiter gesteigert, so durch die Auslobung des Preis für Nachhaltiges Heimatengagement, aber natürlich auch durch den Bundeskongress Heimat in Berlin und die BHU-Jahrestagung 2024, die mit einer würdigen Festveranstaltung im Sächsischen Landtag verbunden war.

Das gemeinsame Anliegen unsere Arbeit in der Öffentlichkeit und Politik wieder sichtbarer zu machen, gewinnt natürlich auch durch die vielen Veranstaltungen vor Ort und insbesondere durch landesweit beachtete Veranstaltungen, wie den Westfalentag oder den Niedersachsentag.

Das Thema Nachhaltigkeit, dass sich seit Jahre durch unsere gemeinsame Arbeit zieht, hat durch den Preis für Nachhaltiges Heimatengagement natürlich auch mehr Aufmerksamkeit erhalten.

BHU-Heimatstrategie 120+ wurde gemeinsam mit dem Mitgliedsverbänden in einem 3-jährigen Prozess entwickelt und soll der Weiterentwicklung des Bundesverbands und seiner Mitglieder Richtung und Rahmen liefern. 120+ spielt dabei auf das 120-jährige Bestehen des BHU an, dass wir 2024 gefeiert haben.

Arbeitsprogramm 2025
& Vorhabenplanung 2026-2029

Das Arbeitsprogramm durchläuft verbandsintern einen Beteiligungsprozess, in der ggf. die Bundesgeschäftsstelle die Anregungen der Gremien und des Kuratorium aufnimmt. Das Präsidium des BHU billigt das Arbeitsprogramm, dass den Mitgliedsverbänden im Rahmen der Jahrestagung vorgestellt wird.

Die Bundesgeschäftsstelle hat im ersten Halbjahr 2024 einen ersten Entwurf des Arbeitsprogramm 2025 erstellt und anschließend zur laufende Berichterstattung zum Beteiligungsprozess an die BHU-Gremien und -Organe weitergeleitet:

  • Vorlage zur Beratung Arbeitsprogramme 2025 in den verschiedenen BHU-Fachgruppen im Frühjahr 2024
  • den BHU-Kuratoriumsmitgliedern während des Bundeskongress Heimat bzw. im Online-Verfahren im Frühsommer 2024
  • in der BHU-Geschäftsführerversammlung im Frühjahr 2024, insbesondere inhaltliche Gestaltung
    Vorlagen zur Beratung des Arbeitsprogramm 2025 in der BHU-Geschäftsführerversammlung 2024 in Hannover und während der BHU-Jahrestagung

Insbesondere Verzahnung mit der operativen Planung der Mitgliederverbände bereitete 2024 Probleme auf Grund personeller Änderungen in der Geschäftsführung bzw. der Kontaktpersonen und teilweise einhergehend mit einer inhaltlichen Neuausrichtung unserer Mitgliedsverbände.

Das Arbeitsprogramm 2025 wurde beim Bundesministerium des Innern und für Heimat im Herbst 2024 vorgelegt.

Berichte 2023

Den Tätigkeitsberiecht 2023 haben wir für die Mitgliederversammlung 2024 zusammengestellt und nach dessen Billigung an das zuständige Referat weitergeleitet.

Da der Tätigkeitsbericht bisher nicht veröffentlicht wurde konnte auch nicht für die Transparenzberichte verwendet werden. Ab 2025 wird der BHU den Tätigkeitsbericht als Publikation digital publizieren und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.
Entsprechend kann dann auch dieser Bericht mit seinen Inhalten auf der Webseite abgerufen werden und wird außerdem als E-Publikation layoutet und dabei zusätzlich illustriert.

Digitale Infrastruktur

Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Die halbe Stelle im Stellenplan für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit konnte leider nicht durchgehend wieder besetzt werden, da die Haushaltsmittel nicht ausreichten. Lediglich rund 2 Monate war die Stelle vertretungsweise besetzt.

Entsprechend konnten 2024 einige Aufgaben nicht erledigt werden, soweit diese nicht notdürftig von den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschultert werden konnten.

So sind der Newsletter (BHU-Mitteilungen) und der verbandsinterne Infodienst nicht erschienen bzw. nur einige Inhalte als Email versendet worden. Auch die anvisierte Überarbeitung des Internetangebots blieb in den Anfängen stecken, während immerhin in den Social Media Kanälen, wie facebook und instagram, kurze Nachrichten anlassbezogen sporadisch informierten.

In 2024 wurden jedoch folgende Publikationen bearbeitet bzw. deren Entstehen begleitet: Im Rahmen der Kampagne Kulturerbe des Jahres wurden ein Faltblatt und ein Kalender erstellt. Für die inhaltliche Dokumentation der Aktivitäten wurde das Themenbuch in der Orangen Reihe mit dem Schwerpunkt Industriekultur vorbereitet, so dass dieses – soweit möglich bei vorhandenen Mitteln für Layout- und Druck – in 2025 erscheinen kann.

In der Violetten Reihe erschien der Preis für Nachhaltiges Heimatengagement 2024 und die Inhalte wurde in Digitalen Medien, insbesondere im Internetauftritt publiziert.

Die beiden Fachbroschüren aus den Projekten der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 2024 redaktionell bearbeitet, entsprechend erschien Kulturlandschaft Grünland – Nutzungsvielfalt gestalten im ersten Quartal 2025. Die zweite Fachbroschüre Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft – Eine Gemeinschaftsaufgabe ging 2024 in die Endredaktion, sodass diese Anfang 2025 erscheinen kann.

 

Bibliothek­ der deutschen­ Heimatzeitschriften

Im Kontext des 120-jährigen Bestehens des BHU wurde Heinz Peter Brogiato, der ehemalige Leiter der der Geographischen Zentralbibliothek (GZB) beim Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig, mit der Ernst-Rudorff-Plakette ausgezeichnet.

Der BHU hat einerseits die Ergänzung der Bestände damit gefördert, dass er regelmäßig eigene Publikation für den Schriftentausch zur Verfügung stellt. Anderseits rufen wir als Verband zu regelmäßigen Abgabe von Zeitschriften und Jahrbüchern an die Bibliothek der Heimatzeitschriften auf. So haben 2024 mehrere Mitgliedsverbände einen entsprechenden Aufruf in eignen Zeitschriften und Newsletter veröffentlicht.

Zugleich werden seitens des BHU Intersssierte und Heimatengagierte auf die Möglichkeit hingewiesen, dass der Bestand der Bibliothek über deren Online-Katalog abgerufen werden kann. Für 2025 wird ein Online-Seminar vorbereitet, um aufzuzeigen, wie die Suche effektiv eingesetzt werden kann.

Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig betreut die einzige bundesweite Bibliothek der Heimatzeitschriften. An die Bibliothek der Heimatzeitschriften werden aktuell mehr als 2000 Heimatzeitschriften regelmäßig abgeliefert. Der BHU hat ursprünglich den Vorläufer, nämlich das Archiv der Heimatzeitschriften, gegründet, dieses jahrelang betreut und unterstützt heute die Bibliothek der Heimatzeitschriften als gemeinsame Einrichtung mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde.

Die Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften ist seit 2013 bei der Geographischen Zentralbibliothek (GZB) beim Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig angesiedelt. Die Geschichte dieses Literaturbestandes reicht bis 1991 zurück.

Deutsche Foren 2024

Der BHU engagiert sich mit seinen Mitglieds- und Partnerorganisationen zum Teil seit Jahren in den Deutschen Foren. Der BHU hat vier Foren sukzessive über die letzte fast 20 Jahre eingerichtet. Im Jahr 2024 standen das Thema „Zeichen von Krieg und Frieden“ im Fokus, angeregt durch unsere Kampagne zum Kulturerbe des Jahres. Es wird bei den Diskursen in den Foren um Kulturerbe, kulturelle Zeugnisse aber auch um deren Verluste in Kriegen (insbesondere des Ukrainekrieges) gehen.

Die Deutschen Foren sind Netzwerke von Organisationen und -institutionen. Der BHU hat hierzu Mitwirkende eingeladen, die thematisch in den jeweiligen Forumsschwerpunkten aktiv sind. Es geht dabei insbesondere um den Austausch zu aktuellen Themen und Herausforderungen, um die Erarbeitung gemeinsamer Stellungnahmen und die Planung gemeinsamer Projekte. Der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung stehen im Vordergrund. Der BHU bietet im Rahmen seiner Europäischen Heimatakademie Veranstaltungen und Fortbildungen an, die inhaltlich mit den Foren verbunden sind und an denen die Forums-Mitwirkenden teilnehmen und möglichst auch einen aktiven Beitrag leisten. Die BHU-Fachgruppen wirken bei den Foren mit und bereiten Inhalte mit dem BHU gemeinsam vor.

Im Bundeskongress Heimat des BHU wird zu jedem der Forumsthemen ein Panel durchgeführt, sodass die Mitwirkenden der Foren in wenigstens einer Präsenzveranstaltung im Jahr zusammenkommen können. Die jährlichen Kampagnenthemen des BHU werden ebenfalls in den Foren kommuniziert und tragen auch dazu bei, neue Mitwirkende für die Netzwerke zu gewinnen.

Netzwerk
Deutsches Forum Kulturlandschaft

Die Partner des Deutschen Forums Kulturlandschaft haben 2024 die landschaftliche Dimension von Kriegen und deren Abwehr als thematischen Schwerpunkt gemacht. Hierzu zählen insbesondere landschaftsprägende Elemente wie der Westwall, Truppenübungsplätze oder Schlachtfelder. Insbesondere was ältere Kriegsereignisse betrifft, bot sich eine Zusammenarbeit mit dem Verband der Landesarchäologen an, die sich mit historischen Kriegsgeschehen wie Varusschlacht oder Völkerschlacht befassen.

Der Verband der Landesarchäologen wird möglicherweise dem Forum beitreten. Angesichts der guten Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. wurden auch Gespräche geführt sich langfristig gemeinsam in diesem Rahmen zu engagieren.

Das Deutsche Forum Kulturlandschaft ist seit 2007 ein aktives Netzwerk von Interessenten und Akteuren aus dem Bereich. Beteiligt sind insgesamt über 70 Verbände, Vereine, Stiftungen und weitere Organisationen, die sich für die Belange der Kulturlandschaft engagieren und bundesweit oder länderübergreifend tätig sind. Grundlage ist ein gemeinsames ehrenamtliches Engagement für die Kulturlandschaft. Die aktuellen Themen und Inhalte des Forums werden im Rahmen eines, der vier Panels beim Bundeskongress Heimat diskutiert.

Die Partner des Forums werden zum Bundeskongress Heimat eingeladen, um die weitere Zusammenarbeit und deren Schwerpunkte zu besprechen. Im Rahmen der Europäischen Heimatakademie werden Workshops und Fortbildungsmaßnahmen des Deutsches Forum Kulturlandschaft als Veranstaltungsreihe durchgeführt. Das Thema Kulturlandschaft wird durch die beteiligten Mitglieder gegenüber der nationalen und Europäischen Politik gestärkt und vertreten.

Netzwerk
Deutsches Forum Baukultur und Denkmalpflege

Das Deutsche Forum Baukultur und Denkmalpflege hat sich 2024 dem zivilgesellschaftliche Engagement sowohl hinsichtlich Denkmäler und dem Baukulturellen Erbe im Zusammenhang mit Krieg und Friedenbefasst. Hierzu zählen auch Wiederaufbau von Heimat, insbesondere auch des kriegsbeschädigten und gar zerstörten Kulturerbes.

Zentral wurde ein Diskurs zur Frage, wie unsere Gesellschaft mit Mahnmalen und Gedenkorten umgehen sollte, einschließlich den unbequemen. Wie kann man die Geschichte und eine zeitgemäße Erinnerungskultur vermitteln? Hierbei wurden auch entsprechend Partner des Forums einbezogen, wie die Bundesstiftung Baukultur und die länderbezogenen Baukulturnetzwerke und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

In Hinblick auf 2025 „Energie und Landschaft“ wurden bereits in 2024 Akteure identifiziert, beispielsweise im Zusammenhang mit der Erhaltung von historischen Mühlen, Wasserkraftanlagen, Umspanntürme usw.

Netzwerk
Deutsches Forum Nachhaltiges Heimatengagement

Der BHU hat 2024 damit begonnen das Netzwerk als Alumni-Netzwerk für die Preisträger und Ausgezeichneten für nachhaltiges Heimatengagement aufzubauen. Mit der Ehrung während des diesjährigen Bundeskongress Heimat sind bisher 20 Initiativen von Nachhaltig Heimatengagierten ausgezeichnet worden.

Für 2025 planen wir eine erste Onlineveranstaltung und werden die Preisträge zu unserem Bundeskongress Heimat in Berlin einladen. Bis dahin bleiben wir mit den Heimatengagierten in Kontakt, sammeln Ideen für gemeinsame Aktivitäten und bereiten so die Veranstaltung vor.

Netzwerk
Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe

Für 2024 lag der Fokus mit dem Kulturerbe-Thema „Zeichen von Krieg und Frieden“ auf Erinnerungskultur. Es ging um Zeitzeugenberichte, Gedenktage, Friedenskundgebungen oder Friedensfeste. Beispiele sind die Augsburger Friedensgespräche oder das historische Festspiel „Der Meistertrunk“ zu Rothenburg ob der Tauber im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen Krieg. Krieg und Frieden haben tiefe Spuren in unserer Erinnerungskultur hinterlassen.

An diesem Forum nehmen Organisationen, Vereine und Verbände, die sich deutschlandweit oder länderübergreifend mit dem Thema Immaterielles Kulturerbe auseinandersetzen und engagieren, teil. Ziel ist eine bessere Vernetzung der Engagierten im Bereich des Immateriellen Kulturerbes, sowie eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, die das Thema stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung trägt und seine gesellschaftliche Relevanz vermittelt.

Das Deutsche Forum zielt außerdem darauf ab, Vereine und Organisationen zu unterstützen, die sich Pflege, Erhaltung und Vermittlung des Immateriellen Kulturerbes zur Aufgabe gemacht haben. Das Deutsche Forum Immaterielles Kulturerbe strebt darüber hinaus eine bessere internationale Vernetzung an, zumal der BHU das einzige Mitglied aus Deutschland in der internationalen NGO-Konferenz zum Immateriellen Kulturerbe ist.

Der BHU hat sich von Anbeginn engagiert, damit Deutschland die UNESCO-Konvention unterzeichnet. Der BHU ist entsprechend mit seiner Bundesgeschäftsführerin Dr. Inge Gotzmann in der nationalen Jury zum Immateriellen Kulturerbe vertreten. Nach dem Beitritt, wurden in das Netzwerk auch Beratungsstellen und Expertenkomitees/Jurys der Bundesländer eingebunden. Der BHU vernetzt gleichermaßen Engagierte aus dem Haupt- und Ehrenamt.

Netzwerk
Deutsches Forum Nachhaltiges Heimatengagement

Der BHU hat 2024 damit begonnen das Netzwerk als Alumni-Netzwerk für die Preisträger und Ausgezeichneten für nachhaltiges Heimatengagement aufzubauen. 2025 wurden keine Ehrungen vorgenommen, entsprechend kamen keine Preisträger und Ausgezeichneten. Die bisherigen Preisträger befragt, was sie sich von einem entsprechenden Netzwerk versprechen. Erfahrungsaustausch und mögliche Anregungen wurde am häufigsten genannt.

Für 2026 planen wir eine erste Onlineveranstaltung und werden die Preisträger und Ausgezeichneten der Vorjahre zu unserem Bundeskongress Heimat in Berlin einladen. Bis dahin bleiben wir mit den Heimatengagierten in Kontakt, sammeln Ideen für gemeinsame Aktivitäten und bereiten so die Veranstaltung vor.

Kooperationen und Zusammenarbeit

Auf nationalem Parket vertritt der BHU seine Mitgliedsverbände und die Interessen der Deutschen Foren in einer Vielzahl von Gremien, von denen hier einige exemplarische genannt werden. Dabei leistet er relevante Arbeit auf Bundesebene, ebenso wie auf europäischer und internationaler Ebene.

Auf der europäischen und internationalen Ebene ist der BHU gut vernetzt und wirkt aktiv in Verbänden und Institutionen mit. Bei den Verbänden sind insbesondere CIVILSCAPE und Europa nostra hervorzuheben.

Wo notwendig und relevant für die Bundesebene engagiert sich der BHU auch auf regionaler Ebene, um dem Heimatengagement Gehör zu verschaffen und dieses mit hauptamtlichen Akteuren zu vernetzen.

Projektentwicklung und Fundraising

Der BHU mit zahlreichen Förderern, mit denen bisher bereits Projekte umgesetzt worden waren, weiterhin Kontakt, um Möglichkeiten zur Antragstellung bei neuen Programmen und Projektaufrufen zu eruieren. Abgesehen von der Landwirtschaftlichen Rentenbank war es leider nicht möglich eine Förderung von Projekten dauerhaft bewilligt zu bekommen.

Zwischen 1997 und 2019 hat der BHU sich ausschließlich auf Projektbasis finanziert. Mit der institutionellen Förderung haben leider auch viele der bisherigen Fördergeber, mit Verweis auf die aus ihrer Sicht ausreichenden, institutionelle Förderung, eine eigene Förderung im Rahmen von Projekten abgelehnt. Allerdings ist damit eine flankierende Förderung in vergleichbarer Höhe zur institutionellen Förderung nicht zu erreichen.

Bundeszentrale für politische Bildung

Die Ablehnung des Projektantrags von 2023 125 Jahre Heimatbewegung: Eine Spurensuche im Sommer 2024 kam relativ überraschend, nachdem 2023 den Antrag von den Ansprechpartnerinnen positiv eingeschätzt wurde, wurde dem BHU Anfang 2024 mitgeteilt, dass eine Bewilligung erteilt würde und der schriftlichen Zuwendungsbescheid sich verzögerte. Am Ende bedankte man sich für den Antrag und die gute Zusammenarbeit, teilte aber mit, dass das Projekte keine Zuwendung erhalten würde.

Im Anschluss wurde darauf hingewiesen, dass der BHU im Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ wiederum ein Projekt zu „Ost-West-Dialogen“ für die Jahre 2025-2029 beantragt sollte. Entsprechend wurde ein Antrag mit zwei Mitgliedsverbänden vorbereitet und eingereicht. Bei Projektbewilligung hätte die BHU-Fachgruppe Heimat- und Regionalforschung als Projektbeirat fungieren. Geplant war, einen länderübergreifenden Austausch von Vereinen und Engagierten zwischen Hessen und Thüringen zu Fragen der unterschiedlichen Lebensgeschichten, aber auch zu zukünftigen Entwicklungen, wie z.B. im Strukturwandel in Hessen und Thüringen, zu diskutieren und zu dokumentieren. Leider hat der BHU 2025 eine Absage bekommen.

Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Ein erneuter Antrag zur Vermittlung digitale Kompetenz und spezifische Knowhow im Bereich Nachhaltiges Heimatengagement, trotzdem der Geschäftsführer der DSEE eine Beantragung nochmals angeraten hatte, wurde der Antrag freundlich, lapidar abgelehnt.

 

Privacy Preference Center