Projekte 2024
Eckdaten sowie Genehmigung, Durchführung und Abschluss
Der BHU führte zu den voranstehendem, institutionell geförderten Arbeitsprogrammteil komplementär Projekte durch, die außerhalb der institutionellen Förderung finanziert werden. Diese sind teilweise mehrjährig. Im Einzelnen werden hier Projekte aufgeführt, die bewilligt sind bzw. die bereits beantragt wurden und deren Bewilligung in Aussicht gestellt wurde.
Die Projektförderung für den Preis für Nachhaltiges Heimatengagement wurde nach 2023 auch 2024 fortgesetzt und damit die Anschubfinanzierung für den Preis und die Grundlage für eine langfristige Kampagne gelegt. Für einen langfristigen Erfolg bedarf es einer stetigen Fortsetzung, die durch die später Verabschiedung des Bundeshauhalts 2025 erst einmal unterbrochen wurde.
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ermöglichte es dem BHU wechselnde Themen des gemeinsamen Heimatengagement von Landwirtschaft und Ehrenamt aufzugreifen. Damit konnten wichtige Impulse, ein für beide Seiten gewinnbringender Diskurs und am Ende ein gemeinsam getragener Leitfäden auf den Weg gebracht werden.
Preis für Nachhaltiges Heimatengagement
In dem Projekt wurde der 2023 vom BHU konzipierte bundesweite „Preis für nachhaltiges Heimatengagement“ nun zum zweiten Mal ausgerufen und fünf Preisträger und weitere zehn sogenannte Ausgezeichnete ermittelt. Diese wurden bei einer Preisverleihung in Berlin geehrt, begleitet von Öffentlichkeitsarbeit. Die Dokumentation erfolgte insbesondere durch die Erstellung von Imagevideos und Rollups zur Darstellung der Preisträger, einer Videodokumentation der Preisverleihung und eine Broschüre zur Illustration der engagierten Organisationen.
Ziel des Projekts war es, herausragende Beispiele für Heimatengagement zu identifizieren, die sich in mehreren Dimensionen der Nachhaltigkeit betätigen, und diesen Engagierten mit einer Auszeichnung größere öffentliche Aufmerksamkeit zu ermöglichen, sowie eine gesellschaftliche Anerkennung auszusprechen. Damit sollte die jeweilige Arbeit der ausgezeichneten Vereine überregional wahrnehmbar werden und gleichzeitig die Motivation hinter dem Engagement gestärkt werden. Die Preisverleihung sollte nachhaltige Praxisbeispiele vorstellen und so zur Nachahmung ermutigen. Der Preis wurde gemeinsam vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland und dem Bundesministerium des Innern und für Heimat vergeben.
Von der Jury ausgezeichneten Vereine und Initiativen wurden in ihrer Arbeit und ihrer Motivation in Filmporträts dokumentiert und bei der Preisverleihung beim Bundeskongress Heimat öffentlich vorgestellt. Ihnen wird hierdurch von institutioneller, politischer und öffentlicher Seite Aufmerksamkeit und Würdigung zuteil. Das Preisgeld fördert die Preisträger in ihrer individuellen Weiterentwicklung und in der Fortführung bestehender Projekte. Durch eine Broschüre in der BHU-Publikationsreihe, welche die Preisträger und die weiteren 10 Nominierten Organisationen vorstellt, erhalten diese eine noch erhöhte Aufmerksamkeit.
Bei den Kooperationspartnern des BHU, beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und bei den Kommunalen Spitzenverbänden, fand der Preis positive Resonanz.
Von Seiten der Projektpartner der BHU-Mitgliedsverbände, der Kommunalen Spitzenverbände sowie den Preisträgern wurde eine Weiterführung des Preises gewünscht. Es handelt sich um den einzigen Preis, welcher auf Bundesebene das Engagement der Heimatverbände würdigt und zudem Nachhaltigkeit als wesentliches Kriterium einbezieht.
Grünland als Kulturlandschaft im Dialog
Das Projekt zum Thema Grünland, in dem 2023 das Fachforum in Laufen/Bayern durchgeführt wurde, wurde im Jahr 2024 in einer Dokumentation in der BHU-Buchreihe veröffentlicht. Darin enthalten ist eine von der BHU-Fachgruppe Kulturlandschaft verfasste Positionsbestimmung.
Agrobiodiversität als Gemeinschaftsaufgabe
von Landwirtschaft und Engagement
Im Jahr 2022 wurde das Projekt zum Thema Agrobiodiversität bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank beantragt. Im April 2023 wurde das Projekt bewilligt, im Oktober 2024 fand das Fachforum in Wiesbaden statt und die Dokumentation wurde erstellt.
Die ursprünglich vorhandene Vielzahl von regionalen Nutzpflanzensorten und Haustierrassen ist seit mehr als hundert Jahren weltweit stark rückläufig. Daher ist die Sorten- und Artenvielfalt ein Thema, mit dem sich immer mehr Akteure im landwirtschaftlichen wie auch privaten Bereich befassen und darüber nachdenken, wie die großen Verlustraten an biologischer Vielfalt auszugleichen sind. Ebenso bedeutend ist der Verlust der Lebensräume der Tiere und Pflanzen, was gleichermaßen die Nutztiere und -pflanzen betrifft. Um bei diesem zentralen Thema alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können, ging es darum, gute Praxisbeispiele vorzustellen, die Akteure zu vernetzen und in den Austausch zu bringen.
Die Dokumentation in der BHU-Buchreihe stellt die Ergebnisse vor und zeigt, wie Vereine, Engagierte Personen und Verbraucher zur landwirtschaftlichen Vielfalt beitragen können.
Agroforstsysteme – von der historischen zur modernen Nutzung
Im Jahr 2023 wurde das Projekt zum Thema Agroforstsysteme bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank beantragt. Im April 2024 wurde das Projekt bewilligt, im Juni 2025 fand das Fachforum in Halle statt, ein Positionspapier wurde erarbeitet. Die Dokumentation wird 2025 erstellt.
Interreg Pilotprojekt 2024:
Erschließung von kulturhistorischem/archäologischem Wissen
Ziel des Projekts zur Erschließung kulturhistorischen/archäologischen Wissens zur Stärkung der touristischen Attraktivität, war die Erkundung von Möglichkeiten zur Etablierung struktureller Kooperationen zwischen dem Tourismus- und Kulturbereich sowie innerhalb der Wissensfelder. Die betrachtete Region im deutsch-niederländischen Grenzraum umfasste das Gebiet Nord- und Mittel-Limburg und den angrenzenden deutschen Raum, bestehend aus den Kreisen Kleve, Wesel, Viersen, Heinsberg und Mönchengladbach.
Es wurde ein Konzept entwickelt zur strukturellen Zusammenarbeit, mit der kulturelle Informationen auf einer qualitativ hochwertigen Weise über eine zentrale Plattform für Bewohner und Besucher der Region zugänglich gemacht werden. Dabei geht es sowohl um materielles als auch um immaterielles Erbe. Die Kernarbeitsgruppe hat in 9 Sitzungen einen Kooperationsplan dafür erarbeitet. In zusätzlichen Sitzungen wurden Heimatvereine und Museen in den Niederlanden und in Deutschland einbezogen. Während dieser zusätzlichen Sitzungen wurden mögliche Kooperationen untersucht und diskutiert.
Alle Beteiligten stehen dem Projekt positiv gegenüber und sind bereit, im Rahmen eines weiteren INTERREG-Antrags zu prüfen, welche Rolle sie im endgültigen Projekt übernehmen können, um so eine nachhaltige Zusammenarbeit aufzubauen. Die festen Mitglieder der Kernarbeitsgruppe setzen sich aus Vertretern von Limburg Marketing, Grenspark Maas-Swalm-Nette, Huis voor de Kunsten Limburg, Niederrhein Tourismus, Bund Heimat und Umwelt sowie dem Landschaftsverband Rheinland zusammen.
Im Rahmen eines weiteren INTERREG-Antrags bildet der erarbeitete Kooperationsplan die Grundlage für den Antrag. Damit soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit umgesetzt werden, um gemeinsam Geschichten über Points-of-Interest sowie dazugehörige Rad- und Wanderwege zu entwickeln, festzuhalten, zu fördern und nachhaltig zu sichern. Grenspark Maas-Swalm-Nette und Limburg Marketing übernehmen die Federführung bei der Einreichung dieses Antrags.
Preis für Nachhaltiges Heimatengagement
Der 2023 vom BHU konzipierte bundesweite „Preis für nachhaltiges Heimatengagement“ sollte 2025 zum dritten Mal ausgelobt und fünf Preisträger und weitere zehn sogenannte Ausgezeichnete ermittelt werden. Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung war dies nicht möglich. Gemeinsam mit dem betreuenden Referat wurde der Preis zum Bundespreis Heimatengagement weiterentwickelt.
Ziel des Bundespreis ist es, herausragende Beispiele für Heimatengagement zu identifizieren, die sich in mehreren Dimensionen der Nachhaltigkeit betätigen, und diesen Engagierten mit einer Auszeichnung größere öffentliche Aufmerksamkeit zu ermöglichen, sowie eine gesellschaftliche Anerkennung auszusprechen. Damit sollte die jeweilige Arbeit der ausgezeichneten Vereine überregional wahrnehmbar werden und gleichzeitig die Motivation hinter dem Engagement gestärkt werden. Die Preisverleihung sollte nachhaltige Praxisbeispiele vorstellen und so zur Nachahmung ermutigen. Der Preis wird jedes Jahr gemeinsam vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland und dem Bundesheimatministerium vergeben.
Von der Jury ausgezeichneten Vereine und Initiativen wurden in ihrer Arbeit und ihrer Motivation in Filmporträts dokumentiert und bei der Preisverleihung beim Bundeskongress Heimat öffentlich vorgestellt. Ihnen wird hierdurch von institutioneller, politischer und öffentlicher Seite Aufmerksamkeit und Würdigung zuteil. Das Preisgeld fördert die Preisträger in ihrer individuellen Weiterentwicklung und in der Fortführung bestehender Projekte. Durch eine Broschüre in der BHU-Publikationsreihe, welche die Preisträger und die weiteren 10 Nominierten Organisationen vorstellt, erhalten diese eine noch erhöhte Aufmerksamkeit.
Bei den Kooperationspartnern des BHU, beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und bei den Kommunalen Spitzenverbänden, fand der Preis positive Resonanz.
Von Seiten der Projektpartner der BHU-Mitgliedsverbände, der Kommunalen Spitzenverbände sowie den Preisträgern wurde eine Weiterführung des Preises gewünscht. Es handelt sich um den einzigen Preis, welcher auf Bundesebene das Engagement der Heimatverbände würdigt und zudem Nachhaltigkeit als wesentliches Kriterium einbezieht.