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BHU-Mitgliedsverband

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

Gegründet am 02.07.1902
Sitz in München

Bewährtes in Bewegung

Heimat ist geprägt von Menschen und Landschaften, Lebensweisen, Bauten, Bräuchen und Siedlungen, Geschichte und Gegenwart. All dies formt das Land, vermittelt Identität und Zugehörigkeitsgefühl.

Heimat ist aber keinesfalls unveränderbar oder festgefügt, sie wandelt sich nach aktuellen Bedürfnissen und trägt die Spuren menschlichen Wirkens. Dies macht einen verantwortungsvollen Umgang unverzichtbar. Heimatpflege will Menschen dazu anregen, behutsam mit ihrer Nahwelt umzugehen und sie auf verträgliche Weise zu gestalten. Regionale Kultur ist ein Spiegel unserer vielfältigen Lebensweisen, daher weder altbacken noch museal, weder konservativ noch fortschrittlich, nicht rechts und nicht links. Sie steht allen Generationen, Bildungsschichten und Temperamenten offen und darf nicht für Einzel- oder Gruppeninteressen vereinnahmt werden.

Bunt für Bayern

Gegründet 1902 ist der Bayerische Landesverein für Heimatpflege eine bürgerschaftliche Vereinigung mit rund 7.500 Mitgliedern. Dazu gehören Einzelmitglieder, rund 800 Gemeinden sowie Kulturorganisationen und Vereine. Er übernimmt den verfassungsmäßigen Kulturauftrag des Staates im Rahmen der heimatpflegerischen Aufgabenstellung. Er gibt Veröffentlichungen heraus, informiert im persönlichen Kontakt, ist Veranstalter von Bildungsmaßnahmen und unterstützt die haupt- und ehrenamtlichen Orts-, Stadt- und Kreisheimatpfleger. Der Landesverein trägt in allen Teilen Bayerns dazu bei, dass die Heimat bunt, selbstgestaltet und lebenswert bleibt.

Die Anfänge

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wurde 1902 in München gegründet. Gründungsmitglieder waren Architekten und Künstler, hohe Verwaltungsbeamte und Richter, renommierte Wissenschaftler und engagierte Bürger, die intensiv am Kulturleben Anteil nahmen. Sie alle waren von der Idee geleitet, einen umfassenden Schutz und eine sinnvolle Weiterentwicklung des kulturellen Erbes in Bayern zu schaffen.

Seit 1903 erscheint die Zeitschrift des Vereins, erst unter dem Namen „Volkskunst und Volkskunde“, dann ab 1912 „Bayerischer Heimatschutz“, ab 1937 unter dem Titel „Schönere Heimat. Erbe und Gegenwart“ und seit 1982 „Schönere Heimat. Erbe und Auftrag“.

Umzug und neuer Name

1913 wurde das sogenannten „Riederer-Hauses“ bezogen, ein 1823 errichtetes spätklassizistisches Wohnhaus an der ehemaligen Schwabinger Landstraße, heute Ludwigstraße 23 Rückgebäude. 1906 erfolgte dann die Umbenennung des Vereins in „Bayerischer Landesverein für Heimatschutz – Verein für Volkskunst und Volkskunde“.  1938 wurde der Verein erneut umbenannt in „Bayerischer Heimatbund“ und später in „Bayerischer Heimatbund – Landesstelle für Volkskunde“.

Im Jahr 1930 wurde die Zeitschrift „Der Bauberater. Werkblatt des Bayerischen Vereins für Heimatschutz“ gegründet, die heute unter dem Titel „Der Bauberater. Werkblatt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege“ publiziert wird.

Die Nachkriegszeit

Seit 1945 läuft der Verein unter dem Namen „Bayerischer Landesverein für Heimatpflege“ und nahm schnell seine Arbeit wieder auf. Schon 1947 wurde ein bayernweites Netz an Bezirks-, Stadt- und Kreisheimatpflegern auf Initiative und unter Federführung des Landesvereins errichtet.

1949 gründete sich dann die Arbeitsgemeinschaft „Der Bayerische Heimattag“ in Rothenburg ob der Tauber, zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern und der Verband bayerischer Geschichtsvereine. Der Bayerische Heimattag findet bis heute alle zwei Jahre statt.

Erfolge und Anerkennung

Die Wahlen Rudolf Hanauers, Max Steibls oder Johann Böhms, jeweils Präsidenten des Bayerischen Landtages oder bayerischer Ministerpräsident, zu langjährigen ersten Vorsitzenden des Vereins zeigen die enge Verbindung des Vereine zur Politik. So konnte z.B. 1973 das Bayerische Denkmalschutzgesetz auf Initiative des Landesvereins in Kraft treten.

Um das Engagement von Menschen in Bayern zu würdigen, wird seit 1977 die Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ für Bürgerinnen und Bürger oder Bürgervereinigungen verliegen, die beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet der Heimatpflege erbracht haben.

Immer neue Reihen und Veranstaltungen

In den 1980er Jahren kam neue Aufgaben hinzu, wie etwa die Gründung der Reihe „Trachten in Bayern“ (1981) oder die Gründung der Zeitschrift „Volksmusik in Bayern. Mitteilungsblatt der Volksmusikberatungsstellen des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege“ (1984). Seit 1993 veranstaltet der Verein den Gredinger Trachtenmarkt – einen überregionaler Markt rund um die Tracht mit rund 100 Ständen, der bis heute jedes Jahr am ersten Wochenende im September auf dem Marktplatz in Greding stattfindet.

1994 erfolgte die Gründung der Reihe „Bauernhäuser in Bayern. Dokumentation“, in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1996 die Gründung der Reihe „Heimatforschung. Ziele – Wege – Ergebnisse“. Seit 2005 erscheint außerdem die Schriftenreihe „Heimatpflege in Bayern“ zum Thema „Historische Kulturlandschaft – Erhalt und Pflege“.

Seit 2012 betreut der Verein das unter seinem Dach gegründete Denkmalnetz Bayern.

Abriss des Jahres 2024

Der bedauernswerteste „Abriss des Jahres“ 2024 steht fest. Eine bayernweite Abstimmung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege hat ergeben, dass der Abriss eines denkmalgeschützten Gebäudes in der Landshuter Wagnergasse weithin als bedauernswertester Verlust empfunden wird.

42. Bayerischer Heimattag

Müssen unsere Städte grüner werden? Diese Frage wird immer drängender angesichts der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

Dieter Wieland über das Verschwinden der Klangvielfalt in der Kulturlandschaft

BHU-Mitgliedsverband der Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V., schickt eine interessante Wanderausstellung Land.schafft.Klang auf die Reise. Im Vorfeld zu der Wanderausstellung trafen sich Filmemacher Dieter Wieland, Dr. Rudolf Neumaier, Geschäftsführer des Bay. Landesvereins für Heimatpflege, und Lioba Degenfelder, Kuratorin der Wanderausstellung, zu einem Wiesengespräch.

11.500 Euro für Heimatpfleger von morgen

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege schreibt wieder Nachwuchspreise unter dem Motto „Jugend macht Heimat!“ aus.

Dieter-Wieland-Preis 2024

Der BHU-MItgliedsverband Bayrischer Landesverein für Heimatpflege lobt mit dem Dieter-Wieland-Preis 15.000 Euro für Beiträge über Heimatpflege aus.

Denk Mal an Scheunen und Stadel

Dass es sich lohnt, in den Erhalt und die Pflege historischer Scheunen und Stadel zu investieren, soll die zweitätige Veranstaltung am 26. und 27. April im Schwäbischen Freilichtmuseum Illerbeuren verdeutlichen.

Denkmalnetz Bayern in Bamberg 2023

Zum Auftakt des Jahrestreffens 2023 lud das Denkmalnetz Bayern zusammen mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege und der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg am 13.10.2023 zu einem Heritage-Slam zum Thema "Denkmalpflege" in die Haas-Säle in Bamberg. Die Gäste erlebten einen sehr unterhaltsamen Abend mit der Moderatorin Maron Fuchs, dem Rapper Jonas Bambägga und den sieben Slam-Teilnehmenden.

Grünland als Kulturlandschaft im Dialog

Wiesen, Weiden und Auen: Grünland im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, Artenschutz und immateriellem Kulturgut steht im Mittelpunkt der Tagung „Grünland als Kulturlandschaft im Dialog“ am 14.–15. November 2023 in Laufen/Salzach (Bayern).

Heimat braucht Menschen: Regionale Baukultur mit Teresa Wiechova

Wir wollen historische Bausubstanz erhalten, fortführen und neu beleben – ohne die Vergangenheit zu verklären, sondern mit dem Wissen um heutige Landschaften und Siedlungen. Denn zeitgemäßes Bauen ist zugleich regionales Bauen und Bauen im örtlichen Kontext.

Heimat braucht Menschen: Kulturlandschaft mit Maria Gruber

Die Umgestaltung von Landschaften und Siedlungen erfordert Gespür für das Vorhandene und Rücksicht auf Natur und Menschen. Wir wollen dem schleichenden Verlust an Kulturlandschaft, beispielsweise an Streuobstwiesen, wirksam begegnen.

Heimat braucht Menschen: Regionale Kultur – Trachten mit Sandra Müller

Wir setzen uns dafür ein, die regionale Vielfalt der kulturellen Erscheinungsformen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Wir wollen daher beispielsweise die kulturgeschichtliche Bedeutung überlieferter Kleidungsformen bewusst machen.

Heimat braucht Menschen: Volksmusik mit David Saam

Wir wollen Überliefertes erhalten, es nutzen und in die Zukunft weitertragen und das auf eine Weise, die für möglichst viele Menschen nachvollziehbar und überschaubar bleibt.

Heimat braucht Menschen: Heimatgeschichte mit Isabella Hödl-Notter

Heimatgeschichte bietet den großen Vorteil, dass durch die Erforschung kleinerer, vertrauter und eng begrenzter Räume Geschichte nicht nur überschaubar bleibt, sondern vor Ort nachvollzogen werden kann.

Klosterlandschaft Ebrach

41. Bayerischer Heimattag

Ländliche Räume erfüllen vielfältige ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Funktionen. Mehr noch: Ihre Bedeutung wird zukünftig, insbesondere im Bereich der Energie- und Nahrungsversorgung, sogar noch erheblich zunehmen, wie die aktuellen globalen Krisen unverkennbar vor Augen führen.

Die Abreißerei muss ein Ende haben!

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V. und Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Landesverband Bayern fordern eine neue Bau-Kultur, nämlich eine Umbau-Kultur! Unsere Gebäude verbrauchen zu viel Energie, zu viel Material, zu viele Ressourcen.

40. Bayerischer Heimattag

Stadtregionen – Lebensräume der Zukunft? Der Bayerische Heimattag ist die zentrale, gemeinsame Veranstaltung des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, des Verbandes bayerischer Geschichtsvereine und des BUND Naturschutz in Bayern. 2019 wird der Heimattag in Landshut stattfinden und die Innen- und Außenentwicklung von Städten in den Fokus rücken.

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Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V.
Ludwigstraße 23 Rgb.
80539 München
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t: (089) 28662 90
f: (089) 286629 28

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Deutscher Wikipedia-Artikel über den Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

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