Kampagnen 2025
2025
Die gemeinsamen Kampagnen des BHU und seiner Mitgliedsverbände zum Kulturerbe des Jahres und zum Nachhaltigen Heimatengagement standen im Mittelpunkt.
Der Beitrag zur europäischen Kampagne 2019Dale2028 fällt ab 2025 weg.
Energie und Landschaft
Kulturerbe des Jahres 2025
„Energie und Landschaft“ wurden durch die Mitgliedsverbände bereits im Rahmen der Jahrestagung 2023 festgelegt. Die Nutzung verschiedener Energieträger hat unsere Landschaften geformt und lesbare Spuren hinterlassen.
Diese Energielandschaften sind geprägt von Anlagen der Gewinnung und Aufbereitung, des Transports und der Speicherung, der Verteilung und Entsorgung. Ob die Nutzung von Energieträgern wie Holz, Wasser oder fossilen Ursprungs sind oder bei der gegenwärtigen Energiewende mit dem Fokus auf Wind und Sonne – Energienutzung geht immer mit Landschaftsveränderung einher. Kurz gesagt, Energiehunger frisst Landschaften. Das Kulturerbe des Jahres regt an, vielfältige Spuren historischer Energienutzungen zu suchen und die Folgen der zugehörigen Transformationsprozesse für Landschaft und Gesellschaft zu hinterfragen. Die Auseinandersetzung mit der Historie liefert Ansätze zur Gestaltung der aktuell laufenden Transformationsprozesse und der zukünftigen Landschaften.
Einbezogen wird aber nicht nur das materielle Kulturerbe, sondern auch Zeugnisse von Kunst und Kultur, wie z.B. Kunstwerke auf Halden oder die Umnutzung von Bergbauarealen zu Kultureinrichtungen, ebenso wie immaterielle Zeugnisse beispielsweise Traditionen der Bergleute und Müller.
Im Rahmen der Kampagne zum Kulturerbe des Jahres 2025 wurden daher Spuren von Energienutzung in der Landschaft und deren sichtbare Ausprägungen sowie das dazugehörige immaterielle Kulturerbe zusammengetragen.
Vorbereitend auf das Kulturerbe des Jahres 2025 „Landschaft und Energie“ wurden 2024 von allen Mitgliedsverbänden Fotos und Informationen zum Engagement für den Kulturerbe-Flyer und einen Kalender für 2025 eingesandt. Die Einsendungen wurden redaktionell aufbereitet und abgestimmt, die Publikationen wurden in der zweiten Jahreshälfte 2024 hergestellt und in vereinbarter Stückzahl an die Mitglieder versendet. Somit geben Flyer und Kalender bundesweit einen guten Einblicke in die gemeinsame Arbeit des BHU und seiner Mitgliedsverbände.
Nachhaltiges Heimatengagement 2025
Die Kampagne Nachhaltiges Heimatengagement konnte mit der Verleihung des Preises für Nachhaltiges Heimatengagement in den Jahren 2023 und 2024 erfolgreich durchgeführt werden. Hierbei geht es um die Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements und die bessere Sichtbarmachung.
Im Rahmen des Bundeskongresses Heimat 2025 in Berlin fand leider keine Preisverleihung statt.
Der BHU stellt aber aktuell fest, dass der Preis auch in den Folgejahren kontinuierlich vergeben werden kann. Einerseits können die Juryarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit in Teilen durch Umverteilung der Institutionellen Mittel sicher gestellt werden. Zum anderen konnte Dank der gemeinsamen Vorbereitung eine BULEplus-Förderung für den Preis für 2026, 2027 und 2028 gesichert werden.
Damit wird auch letztlich das Netzwerk der Akteure ab 2026 wieder weiter wachsen. Diese sind werden auch bei der Europäischen Heimatakademie des BHU einbezogen.
Baum des Jahres 2025
Amerikanische Roteiche (Quercus rubra)
Der BHU ist Mitglied im Kuratorium Baum des Jahres und wirkt bei der Kampagne mit. Die Ausrufung soll die jeweilige Baumart und die Belange des Natur- und Umweltschutzes ins öffentliche Blickfeld rücken. Die Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung ist auch im BHU-Netzwerk Deutsches Forum Kulturlandschaft vertreten.
Der BHU nimmt jährlich an der Wahl zum Baum des Jahres verbunden mit einer Kurzstellungnahme teil. Das Kuratorium einigte sich im Jahr 2025 auf die Zitterpappel als Baum des Jahres 2026. Die schnellwüchsige Pionierbaumart erweist sich als sehr widerstandsfähig u. a. gegenüber Frost und Wind und kann sich gut in unterschiedlichen Landschaften behaupten. Gerade im Klimawandel spielt sie eine wichtige Rolle beim Walderhalt, denn sie besiedelt entstandene Schadflächen rasch. Nach Stürmen, Bränden oder Kahlschlägen ist sie oft die erste Baumart, die zurückkehrt.
Baum des Jahres 2025 ist die Amerikanische Roteiche. Der ursprünglich aus Nordamerika stammende Baum zeichnet sich durch seine Robustheit, Hitze- und Trockenresistenz aus, was ihn zu einer wichtigen Baumart für den Klimawandel macht.
Kuratorium Baum des Jahres seit 1991
Zur Unterstützung der Arbeit des Vereins wurde 1991 das Kuratorium Baum des Jahres als Fachbeirat des Vereins ins Leben gerufen. Im Kuratorium sind heute 32 Umweltorganisationen, -institutionen, Verbände und Forschungseinrichtungen Mitglied. Nach Gründung der Stiftung Baum des Jahres ist dieser Fachbeirat der Stiftung zugehörig. Der BHU gehört zu den Kuratoriumsmitgliedern der ersten Stunde und schätzt den Austausch mit der Stiftung und den anderen Kuratoriumsmitgliedern.
Vertreter der Mitglieder des Kuratorium Baum des Jahres treffen sich einmal im Jahr im Herbst in Berlin anlässlich der Ausrufung des jeweiligen Jahresbaumes, wo sie beraten und beschließen, welche drei Baumarten den Mitgliedern zur Abstimmung vorgeschlagen werden sollen.