Bundeskongress Heimat 2021

Online-Konferenz am 7. - 8. Juni 2021

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2021

BAUKULTUR - GEBAUTE HEIMAT

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BAUKULTUR - GEBAUTE HEIMAT

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2021 Erich Wiggers

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2021 Martin Lehrer M.A.

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2021 Martin Lehrer M.A.

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Nehmen Sie teil?

„Baukultur – Gebaute Heimat“

Der Bundeskongress Heimat bringt Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft zusammen und stellt das Engagement in den Mittelpunkt. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Das persönliche Heimatempfinden wird maßgeblich durch die von Menschenhand gestaltete Kulturlandschaft geprägt. Baukultur ist hierbei ein wichtiger Faktor für Lebensqualität und Identität. Deshalb unterstützen wir die aktive Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern bei der baulichen Entwicklung ihres Wohnumfeldes.

Verfolgen Sie den Kongress im Live-Stream und diskutieren Sie mit! Es geht um aktuelle Herausforderungen und Chancen, gelungene Beispiele und die Bedeutung der Baukultur für uns alle. Sie erwartet ein vielfältiges Programm. Die Anmeldung für den Kongress ist kostenlos und ab sofort möglich.

Welchen Stellenwert hat die Baukultur für unsere Identität?

Der Bundeskongress Heimat bringt Engagierte und Interessierte mit Expertinnen und Experten aus Politik, Zivilgesellschaft, Fachverwaltungen und Wissenschaft zusammen. Welchen Stellenwert hat die Baukultur für unsere Identität? Wie haben sich die Ansprüche an Bauwerke im Laufe der Zeit geändert und was sind die aktuellen Herausforderungen für eine nachhaltige Gestaltung? Und wie wird Baukultur und ihre Bedeutung an jüngere Generationen vermittelt? Diese und weitere Fragen werden in vier moderierten Gesprächsrunden diskutiert:

  • Umnutzung von Gebäuden – Identitätserhalt von Siedlungen im ländlichen Raum
  • Herausforderungen bei der Vermittlung von Baukultur
  • Nachhaltige und klimafreundliche Siedlungen – Wie wird Baukultur zukunftsfähig?
  • Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für Baukultur

Verlust an Baukultur spürbar

Der Verlust an Baukultur sowohl in Städten als auch im ländlichen Bereich wird in Deutschland zunehmend spürbar. In allen Landesteilen ist die Tendenz zu gleichförmigen, regional unspezifischen Bauten zu beobachten. Verbunden ist dies mit dem Verlust lokaler Besonderheiten, deren Bewahrung aus der Perspektive eines zukunftsorientierten Heimatverständnisses unverzichtbar ist.

Es geht dabei nicht um preisgekrönte und bestaunenswerte Architektur-Highlights sondern um die Vielfalt der gewachsenen regionalen Baukultur, der Bau- und Kulturdenkmale, um erhaltenswerte und ortsbildprägende Gebäude, Quartiere oder Siedlungen, aber auch um die Qualität von neuer Architektur als Bestandteil unserer Kulturlandschaften.

Diskutieren Sie mit?!

Fragen und Anregungen zu den Paneldiskussionen sind ausdrücklich erwünscht und können live per Chat oder E-Mail beigetragen werden. Gesellschaftliches Engagement kann so auch vor dem Bildschirm stattfinden. Unsere Moderatorin der Veranstaltung wird Ihre Beiträge zur Diskussion an die Referentinnen und Referenten weitergeben. Sie können diese entweder jederzeit an unsere E-Mailadresse richten unter

heimat-2021.chat@bhu.de

oder (nur) während der Veranstaltung direkt im Chat des Livestreams in YouTube eingeben. Bei letzterem Weg ist es jedoch erforderlich, dass Sie sich bei YouTube als Nutzer registrieren.

Mitwirkende

Gastgeber

Herlind Gundelach

Präsidentin des BHU

Matthias Löb

Vorsitzender Westfälischer Heimatbund

Christoph Zöpel

Vorsitzender Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Albert Hüser

Vorsitzender Lippischer Heimatbund

Grußworte

Horst Seehofer

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat

Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Ina Scharrenbach

Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

Gerhard Ermischer

Präsident der INGO-Konferenz beim Europarat

Panelteilnehmer*innen

Wolfgang Sonne

Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur der TU Dortmund

Wolfgang Riesner

Stellvertretender Vorsitzender Interessengemeinschaft Bauernhaus

Stephanie Reiterer

Arbeitsgruppenvorsitzende Denkmalvermittlung beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschu

Stephanie Heyl

Denkmalnetz Bayern beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege

Stefan Kunz

Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz

Reiner Nagel

Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur

Ralf Kilian

Gruppenleiter Kulturerbeforschung beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik

Michael Stojan

Vorstandsmitglied Gemeinschaft zur Förderung Regionaler Baukultur

Michael Goer

BHU-Fachgruppenmitglied Baukultur und Denkmalpflege

Michael Arns

Architekt BDA

Matthias Löb

Vorsitzender Westfälischer Heimatbund

Kristina Sassenscheidt

Geschäftsführerin Denkmalverein Hamburg

Joachim Kleinmanns

Fachstellenleiter Baugestaltung und Denkmalpflege beim Lippischen Heimatbund

Inge Gotzmann

Bundesgeschäftsführerin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Herlind Gundelach

Präsidentin des BHU

Franziska Knoll

Projektleiterin GOLEHM, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt

Cordula Woeste

Referatsleiterin Regionale und kulturelle Identität beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Christoph Zöpel

Vorsitzender Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Birgit Haberhauer-Kuschel

Vorstandsmitglied Westfälischer Heimatbund / Ratsmitglied in der Stadt Attendorn

Birgit Angerer

Sprecherin Denkmalnetz Bayern / Kreisheimatpflegerin im Landkreis Schwandorf

Bernhard Anzalone

Leiter Jugendbauhütte NRW-Westfalen

Anke Leitzgen

Geschäftsführerin tinkerbrain GmbH

Andrea Pufke

Amtsleiterin für Denkmalpflege im Rheinland beim Landschaftsverband Rheinland

Alexander Hess

Arbeitskreisleiter „Denkmal des Monats“ im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Albert Hüser

Vorsitzender Lippischer Heimatbund

Programm

Montag, 7. Juni 2021

Schirmherrschaft: Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat

 

10:30-12:30 Uhr Begrüßung
Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin

 

Grußworte

  • Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat
  • Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (Videobotschaft)
  • Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Gerhard Ermischer, Präsident der INGO-Konferenz beim Europarat

 

Einführung in das Thema

Gebaute Heimat versus Abrissbirne und Flächenfraß – gemeinsam für angewandte Nachhaltigkeit

Matthias Löb, Vorsitzender Westfälischer Heimatbund

 

kurze Pause

 

Panel 1

Umnutzung von Gebäuden – Identitätserhalt von Siedlungen im ländlichen Raum

ein Praxisbeispiel wird vorgestellt von: Stefan Kunz, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz

Es diskutieren:

  • Dr. Cordula Woeste, Referatsleiterin Regionale und kulturelle Identität beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (Input)
  • Michael Arns, Architekt BDA
  • Stefan Kunz, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz
  • Matthias Löb, Vorsitzender Westfälischer Heimatbund
  • Wolfgang Riesner, Stellvertretender Vorsitzender Interessengemeinschaft Bauernhaus

Ausblick

Globale Herausforderungen bei der nachhaltigen Entwicklung von Baukultur*

 

14:30-16:00 Uhr Panel 2

Herausforderungen bei der Vermittlung von Baukultur

ein Praxisbeispiel wird vorgestellt von: Bernhard Anzalone, Leiter Jugendbauhütte NRW-Westfalen

Es diskutieren:

  • Kristina Sassenscheidt, Geschäftsführerin Denkmalverein Hamburg (Input)
  • Bernhard Anzalone, Leiter Jugendbauhütte NRW-Westfalen
  • Dr. Joachim Kleinmanns, Fachstellenleiter Baugestaltung und Denkmalpflege beim Lippischen Heimatbund
  • Anke Leitzgen, Geschäftsführerin tinkerbrain GmbH
  • Stephanie Reiterer, Arbeitsgruppenvorsitzende Denkmalvermittlung beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz

 

Zusammenfassung des Tages:

  • Prof. Dr. Michael Goer, BHU-Fachgruppenmitglied Baukultur und Denkmalpflege
  • Dr. Inge Gotzmann, Geschäftsführerin Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)

Dienstag 8. Juni 2021

10:30-12:00 Uhr Begrüßung

Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin

 

Einführung in den Tag

Vorrangigkeit des Weltkulturerbes vor dem Weltklima

Prof. Dr. Christoph Zöpel, Vorsitzender Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

 

Panel 3

Nachhaltige und klimafreundliche Siedlungen – Wie wird Baukultur zukunftsfähig?

ein Praxisbeispiel wird vorgestellt von: Dr. Franziska Knoll, Projektleiterin GOLEHM, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt

Es diskutieren:

  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur (Input)
  • Prof. Dr. Ralf Kilian, Gruppenleiter Kulturerbeforschung beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik
  • Dr. Franziska Knoll, Projektleiterin GOLEHM, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur der TU Dortmund

 

Pause

 

14:30-16:00 Uhr Panel 4

Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für Baukultur

ein Praxisbeispiel wird vorgestellt von: Alexander Hess, Arbeitskreisleiter „Denkmal des Monats“ im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Es diskutieren:

  • Stephanie Heyl, Denkmalnetz Bayern beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege (Input)
  • Dr. Birgit Angerer, Sprecherin Denkmalnetz Bayern / Kreisheimatpflegerin im Landkreis Schwandorf
  • Birgit Haberhauer-Kuschel, Vorstandsmitglied Westfälischer Heimatbund / Ratsmitglied in der Stadt Attendorn
  • Alexander Hess, Arbeitskreisleiter „Denkmal des Monats“ im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz
  • Dr. Andrea Pufke, Amtsleiterin für Denkmalpflege im Rheinland beim Landschaftsverband Rheinland
  • Michael Stojan, Vorstandsmitglied Gemeinschaft zur Förderung Regionaler Baukultur

 

Zusammenfassung und Ausblick

  • Dr. Albert Hüser, Vorsitzender Lippischer Heimatbund
  • Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin

Staffelstabübergabe zum Partnerverband des Bundeskongresses Heimat 2022

Gastgeber

In diesem Jahr 2021 sollte der Bundeskongress Heimat in der Landesvertretung NRW beim Bund stattfinden. Unter den aktuellen Pandemie-Bedingungen müssen wir diese Veranstaltung nun noch einmal als Online-Format ausrichten. Im letzten Jahr hat sich jedoch bereits gezeigt, dass dies durchaus eine gute Alternative ist, lebhafte Diskussionen möglich sind und die Teilnehmenden viele spannende Perspektiven und neue Inspiration mitnehmen. Wir freuen uns auf Sie.

ONLINE-Veranstaltung

Bitte starten Sie einfach den LIVE-Stream auf Youtube in dem Sie auf den jeweiligen Button klicken:

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Ursprünglicher Veranstaltungsort

Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund

 


Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe 2021

Nehmen Sie teil?

000 days 00 hours 00 minutes 00 seconds

„Mediale Darstellungen des Immateriellen Kulturerbes“ – das ist das Thema unseres Deutschen Forums Immaterielles Kulturerbe 2021, das am 15. Oktober 2021 als Online-Konferenz stattfindet. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein!

In Zeiten der Coronapandemie konnten und können zahlreiche Trägergruppen des Immateriellen Kulturerbes ihre Aktivitäten entweder gar nicht oder nicht wie gewohnt ausüben. Feste und Märkte fallen aus, persönliche Begegnungen, die zur Weitergabe von Wissen und Können notwendig sind, sind sehr eingeschränkt und die Gewinnung neuer Mitwirkenden kommt zum Erliegen. Mit viel Kreativität haben dennoch viele Akteure die Pandemie genutzt und Alternativangebote oder auch ganz neue Wege entwickelt, um ihre Aktivitäten fortzusetzen. Das Forum stellt Beispiele vor und bietet Einblicke in den Umgang mit Medien. Des Weiteren gibt es praxisbezogene Tipps für die Erstellung von Filmen und den Umgang mit Bildrechten.

Verfolgen Sie die Tagung im Livestream auf unserem Youtube-Kanal und diskutieren Sie mit! Sie erwartet ein vielfältiges Programm – dies können Sie mit Klick auf den Button als PDF herunterladen. Die Anmeldung für die Veranstaltung ist kostenlos und ab sofort möglich.

Impressionen

Während und vor allem nach der Veranstaltung veröffentlich wir hier ausgewählte Impressionen.


Deutsches Forum Baukultur und Denkmalpflege 2021

Online-Konferenz am 7. - 8. Juni 2021

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2021

BAUKULTUR - GEBAUTE HEIMAT

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2021 Erich Wiggers

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2021 Martin Lehrer M.A.

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Freitag, 19. November 2021, 10:30-14:30 Uhr

im Rahmen der EXPONATEC COLOGNE und Cologne Fine Art in Köln

Wir lassen auf unserer Tagung Menschen zu Wort kommen, die sich für die Erhaltung und die Belebung von historischen Industrieanlagen einsetzen. Dabei geben wir die Möglichkeit, Teil unseres Netzwerks zu werden, in dem man gegenseitige Unterstützung für sein Engagement erfährt.

Industrie prägt das Gesicht vieler Regionen. Zahlreiche historische Einrichtungen haben inzwischen ihre industrielle Nutzung verloren, sind jedoch identitätsstiftend für die Menschen. Dies können zum Beispiel Mühlen, Bergwerke, Werkstätten und Fabriken sein. Sie sind Dokumente über die historische Entwicklung der Industrialisierung, über verschiedene Techniken, Bauformen aber auch Arbeitsabläufe und das Miteinander der Menschen.

Viele Menschen engagieren sich heute, um diese Zeitzeugen zu erhalten, mit neuem Leben zu füllen oder aber die historische Nutzung und Arbeitsweisen sichtbar zu machen, damit das Wissen nicht verloren geht. Diesen unschätzbaren Wert gilt es zu erhalten und zu fördern.

Das Forum stellt die Auftaktveranstaltung der Europäischen Landschaftsdekade (2018DALE2027) dar. Die Dekade setzt einen thematischen Schwerpunkt für jedes einzelne Dekadejahr. Für das Jahr 2022 wurde „Industrial transition and landscapes“ gewählt. Den jeweils ausgewählten Schwerpunktthemen soll eine besondere Aufmerksamkeit in Europa durch Veranstaltungen, Publikationen, Netzwerktreffen etc. zukommen. Die Dekade wurde durch das vom BHU organisierte Netzwerk der Heimatverbände in Europa maßgeblich initiiert und wird durch unseren europäischen Dachverband CIVILSCAPE koordiniert. Somit fließt auch die europäische Dimension des Themas in unserer Veranstaltung ein.

Vorläufiges Programm

10:30 Uhr: Begrüßung durch Dr. Herlind Gundelach, Präsidentin Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

11:00 Uhr: Thematische Einführung durch Dr. Inge Gotzmann, Bundesgeschäftsführerin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

11:30 Uhr: Vortag „Die Prägung Europas durch Industrie, Identitätsstiftung damals und heute“

12:00 Uhr: Diskussion

12:15 Uhr: Mittagspause mit Imbiss

13:00 Uhr: Kurzvorträge von zivilgesellschaftlichen Initiativen

14:00 Uhr: Abschlussdiskussion und Ausblick

14:30 Uhr: Ende

Impressionen

Während und vor allem nach der Veranstaltung veröffentlich wir hier ausgewählte Impressionen.


Bundeskongress Heimat 2022

INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

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INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

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Berlin am 16. - 17. Mai 2022

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INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

Duisburg, Innenhafen, 2012-09 CN-01

INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

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INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

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INDUSTRIE UND HEIMAT

BUNDESKONGRESS HEIMAT 2022

Berlin am 16. - 17. Mai 2022

Bundeskongress Heimat 2022

Schirmherrin: Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat

Industrialisierung hat die Landschaft und das Leben der Menschen in den vergangenen Jahrhunderten nachhaltig verändert und geprägt und tut dies auch heute noch. Neben der Produktion von Gütern sind die Energieerzeugung, die Gewinnung von Rohstoffen sowie die zugehörige Infrastruktur zentrale Aspekte der Industrialisierung.

Die Interessen der Menschen mit Blick auf Industrie und deren Auswirkungen auf Natur und Landschaft sind in unserer Gesellschaft sehr unterschiedlich gelagert. Einerseits bergen Eingriffe in die Landschaft durch Industrialisierung Konfliktpotential, wie z. B. der Braunkohletagebau, der Ausbau von Stromnetzen oder die vermehrte Gewinnung alternativer Energien, der Ausbau von E-Mobilität, der Neubau oder die Erweiterung von Industrieunternehmen und Infrastruktur.

Andererseits bedeutet Industrie für viele Menschen ihre Erwerbsgrundlage, sie identifizieren sich mit ihrer Arbeit, den hergestellten Produkten und den dazu notwendigen Bauten.

Durch Transformationsprozesse aufgegebener Nutzung, z. B. das Ende der Kohleförderung oder den massiven Abbau von Industriestandorten nach dem Ende der DDR, entstehen Leerstellen sowohl durch den Verlust von Arbeitsplätzen als auch infolge von aufgelassenen Tagebauflächen oder Industrieanlagen. Solche Leerstellen prägen auch nach dem Ende der Nutzung Regionen nachhaltig. Aber auch das Wissen um bestimmte Abbau- oder Fertigungsprozesse sowie die Kenntnis von industriell geprägten Lebensweisen gehen verloren.

Was tritt an diese Leerstellen? Wie bewahrt man industrielles Erbe, wie vermittelt man das Wissen darum, wie gehen die Menschen mit Verlust und Veränderung in ihrer Lebenswelt, ihrer Heimat um? Wie gestalten Menschen gemeinsam die Zukunft ihrer Lebenswelt, ihrer Heimat?

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der vier Panels des Kongresses von Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft diskutiert. Dabei wird das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement zum Thema „Industrie und Heimat„ stehen. Im Rahmen der diesjährigen Partnerschaft des Bundeskongresses mit dem Heimatbund Thüringen wird ein Ausgangspunkt für die Diskussionen die Industriekultur Thüringens sein. Die gesetzten Themen werden aber aus bundes- und europaweiter Sicht diskutiert.

Programm

Montag, 16.05.2022 | Industriekultur in Bürgerhand

Moderation: Christoph Wunnicke

ab 9:30 Uhr Registrierung

10:00 Uhr Grußworte

  • Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin
  • Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat (Videobotschaft)
  • Raimund Grafe, Leiter der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund in Berlin
  • Dr. Burkhardt Kolbmüller, Vorsitzender Heimatbund Thüringen

10:40 Uhr Einführung in den Tag

  • Dr. Inge Gotzmann, BHU-Bundesgeschäftsführerin

11:00 Uhr Kaffeepause

  • Gruppenfoto

11:30 Panel 1

Industrie als baukulturelle Dimension

Industrielle Produktion hat sich in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten stark gewandelt. Viele alte Industriezweige, die wegen benötigter Rohstoffvorkommen an bestimmten Orten beheimatet waren und diese landschaftlich und gesellschaftlich prägten, wurden aufgegeben. Neue Standorte, neue Industrieunternehmen kamen hinzu, die ebenfalls Einfluss auf die Menschen und ihre Umgebung nahmen.

Die Herausforderungen beim Schutz von Kulturlandschaften sind also sowohl das Erbe historischer Industriezweige wachzuhalten und weiterzugeben als auch neue Entwicklungen mitzugestalten. Beides betrifft unmittelbar die Menschen vor Ort und veranlasst zu vielfältigem zivilgesellschaftlichem Engagement.

Bekannt sind die UNESCO-Welterbestätten, oftmals sehr große Anlagen. Daneben gibt es aber auch zahlreiche kleinere, nicht minder bedeutsame Anlagen, die für die Menschen nicht minder wichtig sind. Leider finden sie häufig weniger Beachtung, sind aber als kulturelles Erbe genauso wichtig.
In diesem Panel soll es daher darum gehen aufzuzeigen, welche Beweggründe hinter dem Engagement für Industriekultur stehen und welche Möglichkeiten es gibt, dieses zu stärken und zu fördern.

Praxisbeispiel:

  • Dr. Carsten Grammes, 2. Vorsitzender Erlebnisbergwerk Velsen e.V.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Günter Dippold, BHU-Präsidiumsmitglied und Bezirksheimatpfleger Oberfranken (Input)
  • Dr. Carsten Grammes, 2. Vorsitzender Erlebnisbergwerk Velsen e.V.
  • Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Professor für Baugeschichte und Denkmalpflege Bauhaus-Universität Weimar
  • Judith Rüber, Mitgründerin Milchhof Arnstadt und der Plattform “Kulturfabriken”

13:00 Uhr Mittagsimbiss

14:30 Uhr Panel 2

Regionale Identität durch Industriekultur stärken

Heimat- und Bürgervereine können viel zur Stärkung regionaler Identität beitragen, denn sie wissen, erforschen und kümmern sich um das, was ihre Region, ihre Heimat ausgemacht hat und heute ausmacht. Sie tragen dazu bei, den Charakter einer Region herauszuarbeiten, indem sie ihr Wissen weitergeben und indem sie sich aktiv für den Erhalt von Denkmälern, von Kulturlandschaft und immateriellem Kulturerbe einsetzen.

Regionale Identität zu stärken, ist ein wichtiger Haltefaktor zur Stärkung ländlicher oder vergessener Räume. Das alleine reicht aber nicht aus, diese Räume brauchen auch Strukturen, die ihr Überleben sichern, sie für die Menschen attraktiv machen. Deshalb ist es so wichtig, sich mit dem Strukturwandel in all seinen Facetten auseinanderzusetzen, es gilt, neue Identifikationsfaktoren aufzuzeigen bzw. zu schaffen. Dazu zählen die Entwicklung neuer Standorte, verbunden mit den erforderlichen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen. Nur so können Fortschritt und Wandel Hand in Hand gehen.

Der Wandel von Räumen ist nicht einmalig, er ist ein Prozess, der sich immer wieder in unterschiedlich langen Phasen wiederholt. Als Beispiele seien genannt das Ruhrgebiet, der mitteldeutsche Raum, aber auch das Saarland.

Ein Beispiel für industrielle Prägung und lebendige Industriekultur in Thüringen ist z. B. die Glasindustrie, aus der ganz verschiedene Produktionszweige mit großen und kleinen Unternehmen in unterschiedlich großen Siedlungen hervorgegangen sind.

Zentrale Frage für uns heute ist, wie es gelingen kann, regionale Identität zu stärken und damit die Weiterentwicklung der Region im Sinne ihrer Bewohner zu unterstützen.

Praxisbeispiel:

  • Lothar R. Richter, Initiator des Eintrags zum Immateriellen Kulturerbe Lauschaer Christbaumschmuck

Es diskutieren:

  • Elke Harjes-Ecker, Leiterin der Abteilung Kultur und Kunst in der Thüringer Staatskanzlei (Input)
  • Dr. Alexander Kierdorf, Vorstandsmitglied Rheinische Industriekultur, Zeitschrift Industriekultur
  • Dr. Wittfrieda Mitterer, Direktorin Kuratorium Technische Kulturgüter, Südtirol
  • Lothar R. Richter, Initiator des Eintrags zum Immateriellen Kulturerbe Lauschaer Christbaumschmuck
  • Marco Wanderwitz, MdB für den Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirge II und Mitglied im BHU-Kuratorium

16:00 Uhr Tagesabschluss

  • Pauline Lörzer, Vorstandsmitglied Heimatbund Thüringen
  • Dr. Jens Uhlig, Vorstandsmitglied Landesverein Sächsischer Heimatschutz

16:15 Uhr Ausklang bei Kaffee und Kuchen

Dienstag, 17. Mai 2022 | Transformationsprozesse

Moderation: Christoph Wunnicke

10:00 Uhr Einführung in den Tag

  • Assistant Professor Dr. Linde Egberts, Freie Universität Amsterdam

10:30 Uhr Panel 3

Energie und Kulturlandschaft

Energiegewinnung und Rohstoffabbau sind die Grundlage für Industrialisierung und die Entstehung zahlreicher Gewerbe. Der Abbau von Rohstoffen (Steinbrüche, Bergbau, Tagebau) sowie der Wasserbau verändern die Landschaft. So hat der Uranabbau in Thüringen und Sachsen die Landschaft nachhaltig geschädigt. Der notwendige Ausbau von erneuerbaren Energien greift durch die Errichtung von Windrädern, Solarpaneelen und Stromtrassen ebenfalls verändernd in die Landschaft ein. Dies betrifft im Rahmen der aktuellen Diskussion und im Gegensatz zu den genannten Abbauformen nicht einen regional begrenzten Raum, wie den Braunkohletagebau im Rheinland oder der Lausitz, sondern die gesamte Landesfläche.

Solche Eingriffe und Transformationen von Funktionslandschaften verursachen immer wieder Konflikte, die oftmals ein zivilgesellschaftliches Engagement hervorbringen.

Hier müssen die Menschen vor Ort in die Diskussion einbezogen werden, denn es betrifft ihre Region, ihr Lebensumfeld und in einigen Fällen auch ihre Existenzgrundlage. Mit all diesen Facetten muss sich die Planung auseinandersetzen, sie muss aufzeigen, wie ein Ausgleich möglich ist. Dieser Aspekt muss auch bei der angestrebten Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bedacht werden, so wichtig eine Beschleunigung im gesamtgesellschaftlichen Interesse auch ist. Wie können solche Prozesse moderiert, wie können die Bürger bei den erforderlichen Veränderungen mitgenommen werden?

Grundsätzlich sind solche Konflikte nicht neu, sie hat es immer wieder gegeben und daraus ist nicht zuletzt um die Schwelle zum 20. Jahrhundert die Heimatbewegung entstanden. Allerdings dürfen gefundene Kompromisse und Lösungen nicht statisch verstanden werden, auch sie müssen bei neuen Herausforderungen oder geänderten Rahmenbedingungen wieder auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls neue Lösungen erarbeitet werden.

Praxisbeispiel:

  • Michael Schumann, Strukturwandel-Beauftragter im Landkreis Mansfeld-Südharz

Es diskutieren:

  • Ulrich Klein, Vorstandsmitglied Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund e.V. (Input)
  • Ursula Eberhard, Referentin für Landespflege im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V.
  • Dr. Dagmar Hänel, Leiterin LVR-Fachbereich Zentrale Dienste/Strategische Steuerungsunterstützung
  • Michael Schumann, Strukturwandel-Beauftragter im Landkreis Mansfeld-Südharz
  • Marcel Schwalbach, BürgerEnergie Thüringen e.V

12:30 Mittagsimbiss

14:00 Uhr Panel 4

Zukunft gemeinsam gestalten

Die Frage, wie im Rahmen industrieller Entwicklungen und Veränderungen auch die Zukunft der Menschen vor Ort gestaltet werden kann, beschäftigt viele Heimat- und Bürgerverbände. Kernthemen dabei sind Fragen der Mobilität und Digitalisierung. Dabei geht es sowohl um die geeignete Infrastruktur für Transport von Waren sowie die Möglichkeit für Menschen, von ihren Wohnorten zu ihrer Arbeitsstätte zu gelangen. Dies ist insbesondere in den ländlichen Räumen ein wichtiger Faktor. Digitalisierung kann hier Erleichterung schaffen, indem sie vielen Menschen ein Arbeiten, zumindest zeitweise, von zu Hause ermöglicht.

Strukturwandel, Digitalisierung sowie geeignete Mobilitätsformen können also insbesondere im ländlichen Raum für die Menschen auch Chancen bedeuten. So tragen sie beispielsweise durch die Erleichterung und Beschleunigung von Wissenstransfer zu einer verbesserten gesellschaftlichen Teilhabe und Entwicklung bei.

Das heißt aber nicht, dass Altes völlig aufgegeben werden muss. Es ist vielmehr spannend zu beobachten, wie aus Alt auch etwas Neues entstehen kann: alte Bahnhöfe und Bahntrassen werden für touristische Angebote genutzt, Industriekomplexe einer neuen Nutzung zugeführt. Damit kann der Charakter des Ortes und der Landschaft erhalten und zugleich zukunftsfest gemacht werden. Zukunft braucht Herkunft, dieses Motto des Europäischen Denkmalschutzjahrs von 1976 bestätigt sich hier erneut.

Praxisbeispiel:

  • Ellen Winter, 1. Vorsitzende Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e.V.

Es diskutieren:

  • Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin (Input)
  • Dr. Burkhardt Kolbmüller, Vorsitzender Heimatbund Thüringen
  • Simona Koß, MdB für den Wahlkreis Märkisch-Oderland ‒ Barnim II
  • Steffi Trittel, Bürgermeisterin Gemeinde Hohe Börde
  • Ellen Winter, 1. Vorsitzende Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e.V.

15:45 Uhr Tagesabschluss

  • Dr. Herlind Gundelach, BHU-Präsidentin
  • Dr. Thomas Wurzel, Vorstandsmitglied BHU sowie Heimatbund Thüringen

Staffelstabübergabe an den Verein für Landeskunde im Saarland

16:00 Uhr Ausklang bei Kaffee und Kuchen

Schirmherrin

Nancy Faeser

Bundesministerin des Innern und für Heimat

Gastgeberinnen und Gastgeber

Herlind Gundelach

Präsidentin des BHU

Burkhardt Kolbmueller

Vorsitzender Heimatbund Thüringen e.V.

Pauline Loerzer

Vorstandsmitglied des Heimatbund Thüringen

Grußworte

Herlind Gundelach

Präsidentin des BHU

Nancy Faeser

Bundesministerin des Innern und für Heimat

Raimund Grafe

Leiter der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund

Burkhardt Kolbmueller

Vorsitzender Heimatbund Thüringen e.V.

Einführungsvorträge

Linde Egberts

Prof. am Forschungsinstitut CLUE+, Vrije Universiteit Amsterdam

Inge Gotzmann

Bundesgeschäftsführerin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Panelteilnehmerinnen und -teilnehmer

Wittfrieda Mitterer

Direktorin Kuratorium Technische Kulturgüter, Südtirol

Ursula Eberhard

Fachreferentin beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege

Ulrich Klein

Vorstandsmitglied Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund e.V.

Steffi Trittel

Bürgermeisterin Gemeinde Hohe Börde

Simona Koß

MdB für den Wahlkreis Märkisch-Oderland ‒ Barnim II

Pauline Loerzer

Vorstandsmitglied des Heimatbund Thüringen

Michael Schumann

Beauftragter für den Strukturwandel im Landkreis Mansfeld-Südharz

Marco Wanderwitz

MdB Wahlkreis Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II, Mitglied des BHU-Kuratoriums

Marcel Schwalbach

BürgerEnergie Thüringen e.V

Lutz Töpfer

Vize-Präsident des BHU

Lothar R. Richter

Initiator des Eintrags zum Immateriellen Kulturerbe Lauschaer Christbaumschmuck

Judith Rüber

Mitgründerin Milchhof Arnstadt und der Plattform “Kulturfabriken”

Hans-Rudolf Meier

Professor für Baugeschichte und Denkmalpflege Bauhaus-Universität Weimar

Guenter Dippold

BHU-Präsidiumsmitglied und Bezirksheimatpfleger Oberfranken

Ellen Winter

Verein der Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e.V.

Elke Harjes-Ecker

Leiterin der Abteilung Kultur und Kunst in der Thüringer Staatskanzlei

Dagmar Haenel

LVR-Dezernat Kultur und Landschaftliche Kulturpflege

Carsten Grammes

Erlebnisbergwerk Velsen

Alexander Kierdorf

Vorstandsmitglied Rheinische Industriekultur, Zeitschrift Industriekultur

Veranstaltungsort

Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund

Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund

Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund in der Mohrenstraße 64, Ecke Mauerstraße, in Berlin-Mitte. Das Gebäude wurde 1997-1999 nach einem Entwurf des Erfurter Architekturbüros Worschech & Partner errichtet. | Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons


Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64
10117 Berlin
Berlin
Deutschland


Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe 2022

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Deutsches Forum Immaterielles Kulturerbe 2022

Das Deutsche Forum Immaterielles Kulturerbe am 19. und 20. Juni 2022 in Chemnitz beschäftigt sich mit dem Thema Industriekultur und dessen immateriellem Erbe. Bislang sind entsprechende Kulturformen in bisherigen Landes- und Bundeslisten des immateriellen Kulturerbes kaum benannt und auch der kulturpolitische Fokus lag bisher nicht auf dem Bereich der Industriekultur. Debatten um Strukturwandel, Energiewende und Nachhaltigkeit sowie Fragen nach regionaler Identität in Transformationsräumen lassen aber den Blick verstärkt auf diesen Bereich unseres Erbes richten.

Feste, Bräuche, Wissen um Natur, traditionelle Handwerkstechniken und Formen gesellschaftlicher Selbstorganisationen bieten eine große Bandbreite an gemeinschafts- und identitätsstiftenden Aktivitäten, für die sich u.a. der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) als Dachverband einsetzt.

Glasbläserei - um einen Weihnachtsschmuck aus Glas in eine Form zu blasen, muss das Glas über einer Flamme erhitzt werden. | Krebs Glas Lauscha, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Beim diesjährigen Forum geht es um folgende Fragen an die Kulturträger selbst:

  • Worin besteht die Motivation für die betreffende Gemeinschaft, sich mit Industriekultur zu beschäftigen?
  • Welche Inhalte und welche Ausdrucksformen der Industriekultur stehen dabei im Mittelpunkt?
  • Welcher Anlass führte zur Gründung eines Vereins/oder einer Initiative?
  • Welche besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten werden genutzt und weitergegeben?
  • Mit welchen Traditionen und Beziehungen in anderen europäischen Ländern steht die Kulturform in Verbindung?
  • Welche Aktivitäten zur Erhaltung und Weitergabe an künftige Generationen werden entfaltet?
  • Welche Risikofaktoren gefährden die Weitergabe, Praxis und Anwendung der Kulturform?

Im Rahmen des Forums wird über diese und weitere Fragen um den Fortbestand des immateriellen Erbes der Industriekultur ein Austausch stattfinden, um Akteure zu vernetzen, aber auch um Schlussfolgerungen für kulturpolitische Empfehlungen ziehen zu können.

Eine Vielzahl von kulturellen Ausdrucksformen in Deutschland sind bereits durch die Eintragung in das Bundesweite Verzeichnis oder in Länderverzeichnisse als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet worden. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen Bruchteil der aktiv betriebenen Kulturformen und es gilt weiterhin, das von unzähligen Engagierten getragene lebendige Kulturerbe zu erkennen, zu fördern und zu würdigen.

Der BHU unterstützt die Trägergruppen bei ihrem Engagement durch Vernetzung, Dokumentation, Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit hinsichtlich der Weitergabe ihres Wissens und Könnens, das vielfach auf freiwilligen Leistungen zivilgesellschaftlichen Engagements, insbesondere in Vereinen, basiert.

In den Gremien für das immaterielle Kulturerbe sind der BHU und seine Landesverbände auf Bundes- und Länderebene sowie international als anerkannte NGO vertreten. Dabei stellen die Mitgliedsverbände und Kooperationspartner des BHU die in ihnen gebündelte Expertise zur Verfügung und setzen sich aktiv für das Erbe ein.
In seinen jährlichen Foren bietet der BHU Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches, der Wissenserweiterung und der Vernetzung.

Programm

Sonntag 19.Juni 2022 | Exkursion

14.00 Uhr Exkursion – fußläufig in Chemnitz
Leitung: Dr. Andrea Geldmacher
Start im Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz

18:00 Uhr Ende der Exkursion

Montag, 20.Juni 2022 | Deutsches Forum

Veranstaltungsort: smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz, Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz

Moderation: Dr. Inge Gotzmann, Dr. Helmut Groschwitz, Dr. Annette Schneider-Reinhardt

10:00 Uhr Grußworte

  • Dr. Herlind Gundelach, Präsidentin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)
  • Barbara Klepsch, Staatsministerin für den Geschäftsbereich Kultur und Tourismus *), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
  • Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz
  • Dr. Dieter Herz, Landesverein Sächsischer Heimatschutz
  • Katja Margarethe Mieth, Sächsische Landesstelle für Museumswesen

Einführung – Zur Bedeutung des immateriellen Kulturerbes in der Industriekultur

Prof. Dr. Ira Spieker, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden

10:30 Uhr
Vom Kollektiv zum Verein. Industriekultur und Vergemeinschaftung nach dem Ende der VEB
Oliver Wurzbacher, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Diskussion

11:00 Uhr  Die Arbeit zum immateriellen Kulturerbe in der UNESCO-Kommission
Dr. Marlen Meißner, Leitung Abteilung Erbe, Natur, Gesellschaft / Head of Department Heritage, Nature, Society

Praxisbeispiele

11:15 Uhr  Das Wissen und Können um technische Abläufe

Christbaumschmuckherstellung in Lauscha (Thüringen)
Jürgen Müller-Blech, Lauschaer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

11:30 Uhr  Kaffeepause

11:45 Uhr
Die Herstellung von Ziegeln und Hochbrandgips,
Gerd Srocke, Verein Ziegelei Hundisburg e.V.

Saigerhütte Olbernhau-Grünthal
Lasse Eggers, Museumsdirektor Olbernhau

Diskussion

12:15 Uhr  Soziale Praktiken in der Industriekultur
Heimweh-Treffen Eisenach
Enrico Martin, AWE-Stiftung

Bergbautraditionen
Heino Neuber, Bergbaumuseum Oelsnitz

Diskussion

12:45 Uhr  Mittagspause
Möglichkeit zum Imbiss im Haus (Selbstkostenbasis)

14:15 Uhr  Vielfalt der Kulturen

Projekte zur Arbeit der Heimatpflege in einer Welt der kulturellen Vielfalt
Stephanie Heyl, Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

Runder Tisch der Religionen Augsburg
Christiane Lembert-Dobler M.A.

Diskussion

14:45 Uhr  Inwertsetzung des immateriellen Kulturerbes im Bereich der Industriekultur
Immaterielle Kulturen in Museen. Einblicke in zwei Projekte des Instituts für Museumsforschung (REACH, museum4punkt0)
Dr. Friederike Berlekamp, Institut für Museumsforschung

„Digitale Strategien für den Wissenstransfer – Immaterielles Kulturerbe im Industriemuseum
Dr. Lisa Maubach, Antje Buchholz, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte 

Diskussion

15.30 Uhr  Zusammenfassung und Ausblick

Dr. Inge Gotzmann, Dr. Helmut Groschwitz, Dr. Annette Schneider-Reinhardt

15.45 Uhr  Ende der Veranstaltung

*angefragt – Programmänderungen bleiben vorbehalten

 

 

Exkursionsleitung

Andrea Geldmacher

Sächsische Landesstelle für Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Annette Schneider-Reinhardt

Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Grußworte

Herlind Gundelach

Präsidentin des BHU

Sven Schulze

Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz

Dieter Herz

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

Moderatorinnen und Moderatoren

Inge Gotzmann

Bundesgeschäftsführerin des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Helmut Groschwitz

Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern, Bayerische Akademie der Wissenschaften

Annette Schneider-Reinhardt

Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Einführung

Ira Spieker

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden

Vortragende

Stephanie Heyl

Denkmalnetz Bayern beim Bayerischen Landesverein für Heimatpflege

Oliver Wurzbacher

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Marlen Meißner

Deutsche UNESCO-Kommission

Lisa Maubach

Institut für Rheinische Landeskunde, Landschaftsverband Rheinland

Lasse Eggers

Museum Olbernhau

Jürgen Müller-Blech

Lauschaer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

Heino Neuber

Bergbaumuseum Oelsnitz

Gerd Srocke

Verein Ziegelei Hundisburg e.V.

Friederike Berlekamp

Institut für Museumsforschung

Enrico Martin

Stiftung Automobile Welt Eisenach

Christiane Lembert-­Dobler

Friedensbüro der Stadt Augsburg

Antje Buchholz

Institut für Landeskunde, Landschaftsverband Rheinland

Veranstaltungsort

smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz im ehemaligen Schocken-Kaufhaus in Chemnitz | Altsachse, , via Wikimedia Commons


smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz
Sachsen
Deutschland

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