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03. und 04. Juni 2019 in Bonn

Bürgerschaflichtes Engagement im Öffentlichen Grün

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Kommunen, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft

Engagement zum Blühen bringen

Anfang Juni 2019 kamen in Bonn etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um sich über darüber auszutauschen, was es bedarf, damit Initiativen im Bereich des öffentlichen Grüns erfolgreich laufen, wie eventuelle Stolpersteine ausgeräumt werden können und welche Rollen Kommune, Ehrenamt, Stiftungen, Initiativen, Wohnungsbaugesellschaften, Netzwerke etc. bei dieser Thematik innehaben können.

Unterschiedlichste Projekte in Deutschland und unserem Nachbarland den Niederlanden wurden aus kommunaler oder aus Projektperspektive dargestellt. Deutlich wurde, dass viele Kommunen aus Mangel an Personal und Finanzmitteln, politischem Druck und steigendem Bedarf an Wohnraum kaum in der Lage sind den sozial, ökonomisch und ökologisch bedeutsamen Grün- und Freiflächen die notwendige Beachtung zu schenken. Wo jedoch die Bedeutung und das Potential im Bereich der Grünflächen erkannt wurde und entsprechende Ressourcen durch die Kommune bereitgestellt werden, ist der Erfolg beeindruckend.

Auf der anderen Seite besteht wachsendes Interesse von Privatpersonen, sich in Bereich des öffentlichen Grüns zu engagieren. Der Wert dieser Flächen schafft es immer stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Auch hier ist die Bereitschaft sich zu engagieren, Zeit und Kraft zu investieren immens. Bei allen Maßnahmen ist die Kommunikation ein Knackpunkt, egal aus welcher Richtung die ursprüngliche Initiative ausgeht. Es geht vor allem darum, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, sich über die Ziele, Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Maßnahmen auszutauschen und diese gemeinsam zu definieren, damit Enttäuschungen auf beiden Seiten vermieden werden. Es wurde deutlich, dass eine gute Öffentlichkeitsarbeit wesentlicher Bestandteil zum Gelingen eines Projektes ist. Es gibt viele tolle, erfolgreiche Beispiele, von denen man lernen kann!

Zum Thema

Grün in der Stadt weist vielfältige Formen auf und erfüllt viele Funktionen. Eine zufrieden-stellende differenzierte Pflege des Stadtgrüns ist für die meisten Kommunen heute ein belastender Kostenfaktor. Daher sind häufig pflegeleichte, jedoch oft monotone und artenarme Anlagen zu sehen. Zudem sind viele Grünanlagentypen gefährdet, da sie in wachsenden Städten attraktive Immobilienstandorte darstellen und zu Bauland umgewidmet werden. Dieser Trend betrifft sowohl öffentliche als auch halböffentliche Grundstücke. Andererseits gibt es zahl-reiche Initiativen der Bürgerschaft, sich für Grün in der Stadt einzusetzen, z. B. bei der Erhaltung historischer Parks oder mit Urban Gardening. Auf der Tagung sollen gelungene Beispiele vorgestellt, diskutiert aber auch die Konflikte und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Fachämtern gezeigt werden. Es soll ebenfalls vorgestellt werden, was hierzu Kommunen, Bürgerschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft bereits leisten und wie die gemeinsame Zusammenarbeit verbessert werden kann, welche weiteren Potenziale vorhanden sind und unter welchen Bedingungen diese mobilisiert werden können. Ziel der Veranstaltung ist das Zeigen von Lösungswegen für bezahlbare, bewährte und auch neuartige Pflegekonzepte, die nachhaltig und sozial verträglich sind, eine hohe Artenvielfalt gewährleisten und bei denen Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft unterstützend mitwirken.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltung fand statt im Gustav-Stresemann-Institut e. V., Plenarraum, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn.

Veranstaltungsdokumentation

Im Rahmen  der Veranstaltung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre spannenden Projekte vorgestellt. Sie können die Videointerviews unten in der Kurz- oder in der Langversion ansehen. Eine schriftliche Übersicht über die Gute-Praxis-Beispiele können Sie hier herunterladen.

Außerdem wurde im Rahmen des Projekts ein Leitfaden für Engagierte erstellt, den Sie in Kürze hier herunterladen können.

Gute-Praxis-Beispiele

Programm

Das vollständige Programm können Sie hier als PDF herunterladen.

Programm

KOOPERATIONSPARTNER

Deutscher Rat für Landespflege


FÖRDERER

Gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Lennart Bernadotte Stiftung

Ehrenamtliche stellen ihre Projekte im öffentlichen Grün vor