BHU-Publikation

Landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude

Beispiele und Perspektiven für die Nutzung und Umnutzung
Erscheinungstermin: Dezember 2020

Viele landwirtschaftliche Gebäude werden heute nicht mehr aktiv bewirtschaftet und es stellt sich die Frage, wie ihr Wert erhalten bleiben kann. Es braucht individuelle und kreative Lösungen! Wir zeigen Beispiele erfolgreicher Umnutzung und wie die Denkmalpflege den Prozess unterstützen kann.

Die Landwirtschaft hat er Jahrhun­derte unsere Kulturlandschaften in Deutschland und Europa mit ihren histo­rischen Ortsbildern und Hofanlagen ge­prägt. Geschlossene Ortsbilder auf dem Land, wie sie noch in den 1960er Jahren selbstverständlich waren, sind heute je­doch selten geworden. Grund ist der Strukturwandel. Die Mehrzahl der land­wirtschaftlichen Betriebe wurde aufge­geben, bei den verbleibenden Betrieben hat sich die Produktion verändert.

Im Gebäudebestand trifft dieser Strukturwandel zumeist die Wirtschaftsgebäude, die ihre ursprüng­liche Nutzung verloren haben und deshalb leer-stehen bzw. verfallen, abgerissen oder stark verän­dert worden sind. Bis heute stellt sich vielen Land­wirten oder Hofbesitzern die Frage, wie sie mit diesen Gebäuden sinnvoll umgehen können. Gerade bei den Wirtschaftsgebäuden handelt es sich oft um attraktive, meist aber um unspektakuläre Nutzbauten, die jedoch ein großes Identifkations­potential besitzen.
Errichtet wurden sie mit Naturstein, Backstein, Fachwerk oder Holz. Sie sind Zeugen der Arbeits-und Lebensweise unserer Vorfahren. Landwirt­schaftliche Wirtschaftsgebäude sind vielfältig, hierzu zählen unter anderem Ställe, Scheunen, Keller, Spei­cher, Keltereien, Molkereien oder Lager. Auch außer­halb der Ortschaften sind landwirtschaftliche Nutz­gebäude zu finden, wie Heuschober oder Weinbergshäuschen. Sie alle sind Teil eines Gesamtensembles und gerade ältere Gebäude stehen oft unter Denkmal­schutz. Die Unterschutzstellung als Bau­denkmal unterstreicht den kulturellen Wert, bietet aber allein noch keine Lösung an.

Will man diese Werte erhalten, braucht es individuelle und kreative Lösungen. Hierzu zählen Umnutzungen zum Beispiel zu Kulturscheunen, Mehrgeneratio­nenhäusern, Seniorenwohnungen, Ferienwohnun­gen, Eventräumen, Ateliers, Werkstätten, Museen und anderem mehr. Klar ist aber auch, kein Dorf braucht mehrere Kulturscheunen. Entscheidungen sollten daher in der Gemeinschaft getroffen werden. Dies fördert auch die Kommunikation untereinander und führt oftmals auch zu besseren und kreativeren Lösungen.

Denkmalpfege wird bei Umnutzungen oft als Hemmnis betrachtet. Eigentümer befürchten bau­liche Einschränkungen und teure Instandhaltungs­maßnahmen. Aber von Seiten der Denkmalpfege gibt es auch zahlreichen positive Anregungen und Unterstützung bei der Gestaltung des historischen Gebäudebestandes, sei es durch Beratung, Vernet­zung oder finanzielle Förderung.

Der BHU wirkt durch vielfältige Aktivitäten darauf hin, die Leistungen der Landwirtschaft für die Erhal­tung, Pfege und Entwicklung von Kulturlandschaf­ten sowie von Natur- und Kulturerbe hervorzu­heben. Dazu gehen sowohl der baukulturelle Wert des Gebäudebestandes als auch die Identifkation und die Auseinandersetzung der Menschen damit. Der Schutz und die Weiterentwicklung der Gebäude werden immer mit dem Ziel verfolgt, eine lebens­werte Heimat für alle zu gestalten.

PUBLIKATION

Landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude - Beispiele und Perspektiven für die Nutzung und Umnutzung, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, Bund Heimat und Umwelt in.
60 Seiten – ISBN 978-3-925374-23-4 (kostenfrei) 3-925374-23-X – wird kostenlos abgegeben.

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