BHU-Publikation

Kunstwerke an Gebäuden

Erscheinungsdatum: 2018

Kunst an Gebäuden hat eine lange Tradition und ist auch für Neubauten noch immer aktuell. Durch ihre Individualität wirken Kunstwerke identitätsstiftend für die Bauwerke, nicht zuletzt auch durch die Person des Künstlers. Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang das Programm „Kunst am Bau“. Hier hat sich der Bund als Bauherr verpflichtet, aus seinem baukulturellen Anspruch heraus einen gewissen Anteil der Baukosten öffentlicher Bauten für Kunstwerke zu verwenden. Einige Städte
haben diese Verpflichtung auf kommunaler Ebene übernommen.

Kunstwerke an Gebäuden finden sich jedoch nicht nur an renommierten Gebäuden und sind nicht immer von bekannten Künstlern geschaffen. Sie sind auch Teil kleinerer öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken oder Kirchen, aber wir finden sie auch an zahlreichen Privathäusern. In unserer Veröffentlichung greifen wir in einem Beitrag beispielhaft auch eine Leuchtreklame als kommerziell entstandenes Objekt auf, das erst durch seine Geschichte sowie durch Bürgerengagement Bedeutung im Sinne von Alltagskunst gewonnen hat.

Viele Kunstwerke sind leider gefährdet, da entweder ihr Wert nicht wahrgenommen wird, Gebäude abgerissen werden, Renovierungsarbeiten anstehen oder Dämmungsmaßnahmen die Kunstwerke zu überdecken drohen. Bei Gebäuden aus den 1950er bis 1970er Jahren besteht oft kein Denkmalschutz, sodass Verluste oft amtlicherseits nicht nachvollziehbar sind. Auch der Umgang mit Kunstwerken zu politisch unbequemen Aussagen oder illegal entstandene Werke bedürfen besonderen Fingerspitzengefühls im Umgang und in der Vermittlungsarbeit.

Dem Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) und seinen Landesverbänden sind die Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes ein besonderes Anliegen. Im Rahmen des Projektes zeigte sich, dass sich zahlreiche Personen und Initiativen für Kunstwerke einsetzen. Dieses Engagement gilt es zu würdigen. Die Heimatverbände stärken das Engagement der Menschen vor Ort, stellen gute Beispiele vor und vernetzen die Akteure.

Die vorliegende Publikation widmet sich der Vielfalt der Thematik Kunst an Gebäuden. Hierbei werden auch Grenzbereiche berührt, bei denen es unter Umständen fraglich ist, ob das ein oder andere Objekt im klassischen Sinne Kunst ist. Dem BHU ist es jedoch wichtig, Geschichten von Menschen zu erzählen, die sich zusammengetan haben, um sich für „ihr“ Kunstwerk einzusetzen. Es sind Geschichten des Gelingens, aber auch Geschichten des Scheiterns. Kreative Lösungen werden gezeigt, wie auf die Bedeutung und den Wert vermeintlich wertloser Kunstwerke aufmerksam gemacht werden und so die Werke gerettet werden konnten, wenn auch zum Teil an andere Stelle versetzt oder nicht mehr öffentlich sichtbar.

Hintergrund

Das Projekt fand im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 statt, das unter dem Motto „Sharing Heritage“ stand. Wie gut dieses Motto zu dem vielseitigen Austausch von Menschen mit und über Kunst passt, zeigt die Lektüre der hier versammelten Beiträge.

PUBLIKATION

Kunstwerke an Gebäuden : Vielfalt und Verluste / Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, .
263 Seiten : Illustrationen ; 21 cm – ISBN 978-3-925374-56-2 Broschur(kostenfrei) 3-925374-56-6 – wird kostenlos abgegeben.

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