Foto: SHB Archiv

BHU Mitgliedsverband

Schwäbischer Heimatbund

Gegründet 1909-03-12
Sitz: Stuttgart

Die vier Säulen des SHB

Gegründet im Jahr 1909 steht der Verein seit jeher auf vier Säulen. Im Vordergrund der Arbeit stehen Naturschutz, Denkmalschutz, Landeskunde und Wissensvermittlung. Der Verein betreut Naturschutzgebiete und ist Eigentümer von über 200 Hektar geschützter Landschaftsteile in Württemberg. Die Bewahrung und Entwicklung charakteristischer Kulturlandschaften stehen ebenfalls in seinem Fokus. Weiter unterstützt er die Rettung und Pflege von Baudenkmälern vom einfachen Wohnhaus bis zu historischen Industriebauten und bringt sich aktiv in der Orts- und Stadtbildpflege ein. Er gehört zu den Initiatoren des „Netzwerks Baukultur“ in Baden-Württemberg. Der Heimatbund hat selbst gefährdete Gebäude in sein Eigentum übernommen und saniert. Darüber hinaus regte er mit der „Aktion Kleindenkmale“ die Dokumentation und Sicherung der besonders gefährdeten Kleindenkmale in Feld, Wald und Flur in ganz Baden-Württemberg an. Die Wiedervernässung von über 1000 Hektar ehemaligem Torfabbaugebiets gehörten zu den großen Aufgaben der letzten Jahre. In Oberschwaben unterhält der Heimatbund ein öffentliches Naturschutzzentrum und betreibt umfangreiche Umweltpädagogik.

Die Arbeitsweise des SHB

Der Heimatbund stellt sich auf verschiedene Weise in der Öffentlichkeit dar. Er bemüht sich um politische Einflussnahme und darum, bedenklichen Entwicklungen zu steuern, etwa bei der hemmungslosen Überbauung freier Flächen außerhalb von Ortschaften, der allzu großzügigen Genehmigung von Windkraftanlagen und der folgenschweren Kürzung der Denkmalmittel. Das jährliche internationale Jugendlager, das Workcamp des Service Civil International, bringt der Jugend die praktische Landschaftspflege nahe und fördert die Völkerverständigung. Der Verein vergibt den Kulturlandschaftspreis des Landes für Verdienste um die historische Kulturlandschaft und die Wiederbelebung traditioneller Landschaft. Der Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg dient der Förderung privater Denkmalpflege. Landeskunde, Kulturgeschichte und Heimatpflege sind Aufgaben der Forschung und der öffentlichen Verbreitung durch Vorträge, Tagungen und Studienfahrten. Mit der landeskundlichen Vierteljahresschrift „Schwäbische Heimat“ besitzt der Schwäbische Heimatbund ein Publikationsorgan, das sein Engagement über das Vereinsgebiet Württemberg/Schwaben hinaus widerspiegelt.

Geschichte

1909 wurde in Stuttgart der „Württembergische Bund für Heimatschutz“ gegründet. Als sich 1910 das Vereinsgebiet vergrößerte, wurde der Name in „Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern“ erweitert. Noch vor der Bildung des Bundeslandes Baden-Württemberg im Jahre 1952 wurde bereits 1949 die Vereinsarbeit unter der Bezeichnung „Schwäbischer Heimatbund“ wieder aufgenommen.

NORMDATEN zu Schwäbischer Heimatbund

GND 2021626-9 | LCCN n83035943 | VIAF 143671441

Ausgewählte Artikel sind mit Normdaten (Körperschaft) verknüpft. Links auf die entsprechenden Datensätze liefern unabhängige Daten zur Person, Körperschaft oder dem Schlagwort, das im Artikel behandelt wird.