BHU Mitgliedsverband

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

Gegründet 2019-07-23
Sitz: München

Bewährtes in Bewegung

Heimat ist geprägt von Menschen und Landschaften, Lebensweisen, Bauten, Bräuchen und Siedlungen, Geschichte und Gegenwart. All dies formt das Land, vermittelt Identität und Zugehörigkeitsgefühl.

Heimat ist aber keinesfalls unveränderbar oder festgefügt, sie wandelt sich nach aktuellen Bedürfnissen und trägt die Spuren menschlichen Wirkens. Dies macht einen verantwortungsvollen Umgang unverzichtbar. Heimatpflege will Menschen dazu anregen, behutsam mit ihrer Nahwelt umzugehen und sie auf verträgliche Weise zu gestalten. Regionale Kultur ist ein Spiegel unserer vielfältigen Lebensweisen, daher weder altbacken noch museal, weder konservativ noch fortschrittlich, nicht rechts und nicht links. Sie steht allen Generationen, Bildungsschichten und Temperamenten offen und darf nicht für Einzel- oder Gruppeninteressen vereinnahmt werden.

Bunt für Bayern

Gegründet 1902 ist der Bayerische Landesverein für Heimatpflege eine bürgerschaftliche Vereinigung mit rund 7.500 Mitgliedern. Dazu gehören Einzelmitglieder, rund 800 Gemeinden sowie Kulturorganisationen und Vereine. Er übernimmt den verfassungsmäßigen Kulturauftrag des Staates im Rahmen der heimatpflegerischen Aufgabenstellung. Er gibt Veröffentlichungen heraus, informiert im persönlichen Kontakt, ist Veranstalter von Bildungsmaßnahmen und unterstützt die haupt- und ehrenamtlichen Orts-, Stadt- und Kreisheimatpfleger. Der Landesverein trägt in allen Teilen Bayerns dazu bei, dass die Heimat bunt, selbstgestaltet und lebenswert bleibt.

KONTAKT

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V.
Ludwigstraße 23 Rgb.
80539 München
Deutschland

t: (089) 28662 90
f: (089) 286629 28

info@heimat-bayern.de

SOCIAL MEDIA

Deutscher Wikipedia-Artikel über den Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

Geschichte

Die Anfänge

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wurde 1902 in München gegründet. Gründungsmitglieder waren Architekten und Künstler, hohe Verwaltungsbeamte und Richter, renommierte Wissenschaftler und engagierte Bürger, die intensiv am Kulturleben Anteil nahmen. Sie alle waren von der Idee geleitet, einen umfassenden Schutz und eine sinnvolle Weiterentwicklung des kulturellen Erbes in Bayern zu schaffen.

Seit 1903 erscheint die Zeitschrift des Vereins, erst unter dem Namen „Volkskunst und Volkskunde“, dann ab 1912 „Bayerischer Heimatschutz“, ab 1937 unter dem Titel „Schönere Heimat. Erbe und Gegenwart“ und seit 1982 „Schönere Heimat. Erbe und Auftrag“.

Umzug und neuer Name

1913 wurde das sogenannten „Riederer-Hauses“ bezogen, ein 1823 errichtetes spätklassizistisches Wohnhaus an der ehemaligen Schwabinger Landstraße, heute Ludwigstraße 23 Rückgebäude. 1906 erfolgte dann die Umbenennung des Vereins in „Bayerischer Landesverein für Heimatschutz – Verein für Volkskunst und Volkskunde“.  1938 wurde der Verein erneut umbenannt in „Bayerischer Heimatbund“ und später in „Bayerischer Heimatbund – Landesstelle für Volkskunde“.

Im Jahr 1930 wurde die Zeitschrift „Der Bauberater. Werkblatt des Bayerischen Vereins für Heimatschutz“ gegründet, die heute unter dem Titel „Der Bauberater. Werkblatt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege“ publiziert wird.

Die Nachkriegszeit

Seit 1945 läuft der Verein unter dem Namen „Bayerischer Landesverein für Heimatpflege“ und nahm schnell seine Arbeit wieder auf. Schon 1947 wurde ein bayernweites Netz an Bezirks-, Stadt- und Kreisheimatpflegern auf Initiative und unter Federführung des Landesvereins errichtet.

1949 gründete sich dann die Arbeitsgemeinschaft „Der Bayerische Heimattag“ in Rothenburg ob der Tauber, zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern und der Verband bayerischer Geschichtsvereine. Der Bayerische Heimattag findet bis heute alle zwei Jahre statt.

Erfolge und Anerkennung

Die Wahlen Rudolf Hanauers, Max Steibls oder Johann Böhms, jeweils Präsidenten des Bayerischen Landtages oder bayerischer Ministerpräsident, zu langjährigen ersten Vorsitzenden des Vereins zeigen die enge Verbindung des Vereine zur Politik. So konnte z.B. 1973 das Bayerische Denkmalschutzgesetz auf Initiative des Landesvereins in Kraft treten.

Um das Engagement von Menschen in Bayern zu würdigen, wird seit 1977 die Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ für Bürgerinnen und Bürger oder Bürgervereinigungen verliegen, die beispielhafte Leistungen auf dem Gebiet der Heimatpflege erbracht haben.

Immer neue Reihen und Veranstaltungen

In den 1980er Jahren kam neue Aufgaben hinzu, wie etwa die Gründung der Reihe „Trachten in Bayern“ (1981) oder die Gründung der Zeitschrift „Volksmusik in Bayern. Mitteilungsblatt der Volksmusikberatungsstellen des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege“ (1984). Seit 1993 veranstaltet der Verein den Gredinger Trachtenmarkt – einen überregionaler Markt rund um die Tracht mit rund 100 Ständen, der bis heute jedes Jahr am ersten Wochenende im September auf dem Marktplatz in Greding stattfindet.

1994 erfolgte die Gründung der Reihe „Bauernhäuser in Bayern. Dokumentation“, in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1996 die Gründung der Reihe „Heimatforschung. Ziele – Wege – Ergebnisse“. Seit 2005 erscheint außerdem die Schriftenreihe „Heimatpflege in Bayern“ zum Thema „Historische Kulturlandschaft – Erhalt und Pflege“.

Seit 2012 betreut der Verein das unter seinem Dach gegründete Denkmalnetz Bayern.

NORMDATEN zu Bayerischer Landesverein für Heimatpflege

GND 1006372-9 | LCCN n82092128 | VIAF 264373513

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