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Am 24 und 25. Juni 2024 findet in Berlin der Bundeskongress Heimat 2024 statt. Veranstalter ist der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), der Bundesverband der Heimat- und Bürgervereine. Diesjähriger Gastgeber ist der BHU-Mitgliedsverband Verein für die Geschichte Berlins, der zum Thema „Heimat – Krieg und Frieden“ in das Rote Rathaus in Berlin einlädt.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen und können sich ab sofort kostenlos auf bhu.de/veranstaltungen/bundeskongress-heimat anmelden.

Kriege stehen für unzählige Leiden und Tragödien. Das wird uns durch die aktuell geführten kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa und Nahost einmal mehr vor Augen geführt, während wir in Deutschland seit 1945 in einer der längsten Friedensphasen unserer Geschichte leben. Dennoch werden wir auf unzählige Weise an Kriege und Konflikte erinnert; die in Deutschland entstandene Erinnerungskultur prägt unsere Kulturlandschaft, unsere Baukultur und unser Immaterielles Kulturerbe. Die Erinnerungen beziehen sich nicht nur auf die beiden einschneidenden Weltkriege des 20. Jahrhunderts, sondern auch auf vorherige Konflikte, Gedenken an Opfer, Flucht und Vertreibung sowie Mahnungen zum Frieden.

Die vielfältige Erinnerungskultur sowie Friedensinitiativen werden meist von zivilgesellschaftlichem Engagement angestoßen und/oder mitgetragen. Zahlreiche Heimat- und Geschichtsvereine erforschen die Geschichte ihrer Region und vermitteln sie in der Öffentlichkeit. Engagierte pflegen Gräber und Mahnmale und halten dabei Erinnerungen wach. Vereine und Initiativen kümmern sich weiterhin um Gedenkstätten, Grenz- und Bunkeranlagen, ehemalige Truppenübungsplätze, Zeitzeugen und vieles mehr. Beim Bundeskongress Heimat wollen wir uns „Heimat – Krieg und Frieden“ daher aus verschiedenen thematischen Richtungen nähern und dabei stets das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland und Europa in den Fokus nehmen.

Bundeskongress Heimat

Die Veranstaltung findet im Rahmen der europäischen Kampagne ‚Decade of Action for Landscapes in Europe‘ (DALE) in Zusammenarbeit mit dem europäischen Verband CIVILSCAPE statt. Förderer ist das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Das vollständige Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter bhu.de/veranstaltungen/bundeskongress-heimat.

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) vereinigt über seine Mitgliedsverbände rund eine halbe Million Mitglieder. Gemeinsam setzen sich die Heimatverbände für die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaften und die dort lebenden Menschen ein. Der Bundeskongress Heimat bietet mit einem jährlichen Schwerpunktthema einen Austausch unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure und fördert die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes.

 

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Bayrischer Landesverein für Heimatpflege lobt mit dem Dieter-Wieland-Preis 15.000 Euro für Beiträge über Heimatpflege aus.

Mehr Streuobstwiesen und Karpfenteich-Wirtschaft in der Zeitung, mehr Zwiefacher im Fernsehen, mehr Bairisch, Fränkisch oder Schwäbisch im Radio: Der Landesverein zeichnet mit dem Dieter-Wieland-Preis Journalistinnen und Journalisten aus, die sich mit den Themen der Heimatpflege befassen. Damit soll Journalismus gewürdigt werden, der sich mit Heimatgeschichte, historischem jüdischen Erbe, Bräuchen, Trachten, Dialekt, Volksmusik, Baukultur oder Kulturlandschaft befasst.

Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro wird aufgeteilt in einen Hauptpreis von 10.000 Euro und zwei Förderpreise zu je 2500 Euro.

Der Dieter-Wieland-Preis und die beiden Förderpreise werden am 26. November 2024 feierlich in München verliehen. Er wird durch eine unabhängige Jury zuerkannt. Er wird unterstützt von der Rosner & Seidl-Stiftung.

Namensgeber des Preises ist der Journalist Dieter Wieland, Jahrgang 1937. Mit seinen mehr als 250 Filmen zur Entwicklung bayerischer Orte ist er der wohl berühmteste bayerische Heimat- und Denkmalpflege-Reporter. Im vergangenen Jahr gewann Hans Kratzer, Süddeutsche Zeitung, mit einem Beitrag zum Bayerischen Denkmalschutzgesetz den ersten Preis.

Der Preis wird jedes Jahr ausgeschrieben, im jährlichen Wechsel werden Beiträge über Denkmalpflege und über Heimatpflege prämiert.

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Denk Mal an Scheunen und Stadel

Dass es sich lohnt, in den Erhalt und die Pflege historischer Scheunen und Stadel zu investieren, soll die zweitätige Veranstaltung am 26. und 27. April im Schwäbischen Freilichtmuseum Illerbeuren verdeutlichen. Vorträge, Diskussionen und eine Exkursion werden den Strukturwandel auf dem Land und seine Auswirkungen auf die historische Baukultur beleuchten. Wir wollen nicht nur über Probleme diskutieren, sondern auch Lösungen vorstellen.


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2003 haben Schülerinnen und Schülern aus zwei Grundkursen Sozialwissenschaften des Heinrich-Böll-Gymnasiums Troisdorf den Dokumentarfilm „Im Bunker“ produziert. Nach der Erstaufführung wurde heute der Dokumentarfilm im Kunsthaus Troisdorf gezeigt. Das Kunsthaus war bis auf den letzten Platz besetzt und Alexander Biber, Bürgermeister der Stadt Troisdorf ließ es nicht nehmen die Veranstaltung zu eröffnen. Als einzige noch lebende Zeitzeugin nahm auch Erika Richter an der Veranstaltung teil. Gemeinsam mit den anderen Beteiligten stellte sie sich den zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

Ein Projekt von Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Böll-Gymnasiums, haben diese 2003 Interviews mit vier Zeitzeuginnnen, nämlich Agnes Becker, Berta Brodeßer, Else Bühnemann und Erika Richter geführt. Was als Beitrag zu einer Projektwoche 2002 gedacht war, entwickelte sich zu einem einjährigen Projekt in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln. Erstmalig wurden damals die Eindrücke von Zeitzeugen aus Troisdorf zu diesem Thema filmisch dokumentiert. Ohne dass es zu Beginn des Projektes absehbar gewesen wäre, erhält der Film eine hoch aktuelle Bedeutung damals durch den 2. Irakkrieg. Der  beeindruckende Film leistet einen zeitlosen Beitrag in der Diskussion um die Folgen von Krieg.

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Ein Bunker aus dem Klaten Krieg ist an der Steilküste von Fischland-Darß-Zingst im Ahrenshooper Ortsteil Niehagen abgestürzt. Laut Bürgermeister Benjamin Heinke (CDU) kam es am 19. Februar 2024, in der Nacht zu Sonntag oder am frühen Sonntagmorgen, zu einem Hangrutsch.

Die Ende der 1950er-Jahre errichtete Bunkeranlage, wurde von einer Beobachtungskompanie genutzt. Ähnliche Anlagen aus dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg sind vielerorts von Küstenerosion betroffen. Infolge der natürlichen Küstenerosion wurde auch in Ahrenshoop die Anlage im Laufe der Jahrzehnte unterspült, Teile liegen bereits seit vielen Jahren am Strand und im Wasser.

Soweit keine weitere Gefahr von den Bunkerresten ausgeht, verbleiben diese an Ort und Stelle. Allerdings sind die Kosten für die Beseitigung, soweit diese notwendig ist, teilweise enorm. Da die Bunkerreste aus instabilen gewordenen Küstenabschnitt oft nicht einfach zu bergen sind.

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Gedenkort für die Opfer der Wehrmachtjustiz

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Am Gedenkort für die Opfer der Wehrmachtjustiz vor dem Fort Zinna in Torgau (Sachsen) steht die eindrückliche Figurengruppe des Rostocker Bildhauers Thomas Jastram mit dem Appell „Nie wieder Krieg“. | Foto: Christine Jastram

Bundeskongress Heimat 2024 - Save the date!

Vielleicht können wir Sie am 24.-25. Juni 2024 zum Bundeskongress Heimat 2024 im Roten Rathaus in Berlin begrüßen? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für die positive Resonanz auf den Bundeskongress Heimat 2022. Die Anmeldung startet Ende Februar. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, um während der zwei Tage in Berlin die beste Möglichkeit zu bieten, sich über nachhaltiges Heimatengagement im “Zeichen von Krieg und Frieden” auszutauschen.

Im Rahmen seiner institutionell durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderten Arbeit, führt der BHU wiederkehrende öffentliche Veranstaltungen durch. Zentrale Veranstaltung ist der jährliche Bundeskongress Heimat in Berlin. Beim Bundeskongress organisiert der BHU jeweils ein Diskussionsforum für seine vier bundesweiten Netzwerke: das Deutsche Forum Kulturlandschaft, das Deutsche Forum Baukultur und Denkmalpflege, das Deutsche Forum Immaterielle Kulturerbe sowie ab 2023 das Deutsche Forum Nachhaltiges Heimatengagement. Diese Netzwerke bringen je nach Forum 30-60 bundesweit tätige Organisationen bzw. die wichtigsten Akteursgruppen des Bürgerschaftlichen Engagements ein. Die Veranstaltungen konzentrieren sich jeweils auf ein jährliches Schwerpunktthema.


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Denkmalnetz Mecklenburg-Vorpommern

Am 20. Januar 2024 wurde das Denkmalnetz Mecklenburg-Vorpommern in Demmin gegründet. 120 Teilnehmer, die der Einladung gefolgt waren, diskutierten mit der Landtagsabgeordneten Anna-Konstanze Schröder über die Möglichkeiten und Ziele der Bündelung von zivilgesellschaftlichem Engagement zum Schutz unseres baukulturellen Erbes.

Die Ziele des Denkmalnetz MV sind:

  • ehrenamtliches Engagement für Denkmäler verbinden,
  • gegenseitige Information und kollegiale Beratung,
  • Fortbildung,
  • Wissen über Denkmäler und Denkmalschutz vermitteln,
  • die Anliegen der Denkmalpflege gegenüber Behörden und politischen Institutionen gebündelt vertreten,
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen der Denkmalpflege.

Die Bedeutung eines solchen Netzwerkes ist ist vielfältig: Wesentlich ist die Sichtbarmachung der zahlreichen Akteure und deren großes Engagement. Damit wird auch der Wert unserer Baukultur für Heimat und Lebensqualität herausgestellt. Der Austausch der Akteure sowohl untereinander als auch nach außen gerichtet dient dem Erfahrungsaustausch, der Bildung und dem Kompetenzerwerb.

Die Teilnahme im Denkmalnetz MV ist kostenlos und ohne Verpflichtung zu einer korporativen Mitgliedschaft. Es ist lediglich das schriftliche Einverständnis mit den Zielen des Denkmalnetz MV erforderlich.
In Mecklenburg-Vorpommern handelt es sich somit um die dritte Gründung auf Landesebene. So haben bereits zwei Mitgliedsverbände des BHU – der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und der Landesverein Sächsischer Heimatschutz – ein Denkmalnetz gegründet, so wie es nun für Mecklenburg-Vorpommern geplant ist. Der Bayerische Landesverband hat diese Initiative bereits vor 10 Jahren ergriffen und verfügt hier über reiche Erfahrungen, die das Netzwerk gern weitergibt. In Sachsen ist das Netzwerk noch jung, erst 2022 erfolgte hier die Gründung. Aber auch hier werden bereits zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, was Sie anschaulich in den sozialen Medien verfolgen können.

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. unterstützt das Denkmalnetz MV wie seine Arbeitskreise.

Wir wünschen dem Denkmalnetz Mecklenburg-Vorpommern viele Mitwirkende, die sich mit Engagement und Freude für ein lebenswertes Miteinander zum Erhalt unseres baukulturellen Erbes stark machen. Der BHU und der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern stehen Ihnen hierbei zur Seite.

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) besteht in diesem Jahr seit 120 Jahren. Bereits in den Anfangsjahren seines Bestehens beschäftigte sich der Verein mit der Erhaltung des baukulturellen Erbes in Ratgebern, Resolutionen und Aktionen. Denkmalpflege und Baukultur sind Kern des Engagements vieler Menschen in unserem Land. Deshalb unterstützt der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) die Bemühungen in den Denkmalnetzen!


 Plant, Vegetation, Land, Nature, Outdoors, Tree, Woodland, Ground, Grove, Graveyard

Zeichen von Krieg und Frieden – eine Spurensuche

Zur Auftaktveranstaltung zum Kulturdenkmal des Jahres 2024 „Zeichen von Krieg und Frieden“ des BHU und seiner Mitgliedsverbände im Rahmen des Deutschen Forums Kulturlandschaft haben wir Prof. Dr. Christoph Rass von der Universität Osnabrück und Patrice Wijnands, Verein zur Erhaltung der Westwall-Anlagen (VEWA) für zwei Impulsvorträge mit anschließender Diskussion eingeladen.

Weitere Informationen und die Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier:
https://bhu.de/veranstaltungen/zeichen-von-krieg-und-frieden-eine-spurensuche/