Foto:

Baukultur als Standortfaktor ländlicher Entwicklung

Dorfentwicklung mit dem Ziel der bundesweiten Vernetzung, Bewusstseinsschaffung für Wertschöpfungsperspektiven durch Baukultur und Stärkung der europäischen Zusammenarbeit

Regionale Baukultur

Jede Landschaft in Deutschland hat ihre charakteristischen Dörfer. Traditionelle Baustile und Dorfformen spiegeln das Besondere der Regionen wider. Mit diesem Projekt möchten wir ein Bewusstsein für den Erhalt und die Entwicklung bzw. das Potential und den Wert von regionaler  Baukultur schaffen. Mit deren Bewahrung und Inwertsetzung haben diese Dörfer eine Chance, ihre Attraktivität zu steigern. So bleiben bzw. werden Dörfer interessant für die Menschen, die dort leben oder sich ansiedeln wollen, ebenso für Besucher und Touristen, die das Außergewöhnliche suchen – aus Wertschätzung kann so Wertschöpfung werden. Dazu müssen Denkmalschutz, Dorfentwicklung und Tourismus Hand in Hand gehen.

Chancengerechtigkeit und zivilgesellschaftliches Engagement

Das Ungleichgewicht zwischen urbanen und ländlichen Räumen ist seit Jahren in der Diskussion. Der Bund Heimat und Umwelt möchte dazu beitragen, gleichwertige Lebensverhältnisse in Städten und Dörfern zu schaffen. Dafür setzten wir uns auch für das Gemeinwohl ein und stärken das freiwillige Engagement. Unzählige Menschen bringen sich Tag für Tag für ihre Heimat ein. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft in vielem ärmer. Sie schaffen und sichern ein Stück Lebensqualität. Sie pflegen das gemeinschaftliche Miteinander und gestalten die Zukunft aktiv mit. Dieses Engagement gilt es auch in diesem Projekt wertzuschätzen und zu fördern.

Netzwerk Deutschlands Schönste Dörfer

Es besteht die Idee, in Deutschland ein Netzwerk aus Dörfern auf die Beine zu stellen, die die Baukultur bereits in den Fokus ihrer Dorfentwicklung genommen haben. Ziel ist der Austausch und die Inspiration der Dörfer untereinander, eine stärkere Stimme nach Außen und die Gewinnung neuer Dörfer für die eigenen Ziele.

Das Europäische Kulturerbejahr 2018 war ein geeigneter Anlass, das baukulturelle Erbe der Dörfer zu stärken und auch in einem europäischen Kontext zu betrachten. Daher ist eine Zusammenarbeit mit Initiativen aus anderen (europäischen) Ländern explizit angestrebt, zumal es dort Erfahrungen gibt, auf denen das Netzwerk Deutschlands Schönste Dörfer sehr gut aufbauen kann.

Kooperationspartner

  • AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg
  • IG Sachsens Schönste Dörfer im Landesverein Sächsischer Heimatschutz
  • Landesheimatbund Sachsen-Anhalt
  • CIVILSCAPE (Europäischer Verband für Kulturlandschaft)

IHRE ANSPRECHPARTNERIN

Kristina Gehm
kristina.gehm@bhu.de
+49 228 7675 0013


FÖRDERER

Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, aufgrund eines Beschlusses des Bundestages

Baukultur als Standortfaktor ländlicher Entwicklung - der Leitfaden

Das Kernergebnis des Projektes ist ein praxisorientieren Leitfaden zum Aufbau eines bundesweiten und nachhaltigen Netzwerkes baukulturell interessierter und gemeinschaftlich engagierter Dörfer. Er zeigt Möglichkeiten auf, stellt Wege zur Diskussion und dokumentiert die Erfahrungen und Bedingungen der nationalen Netzwerke der Schönsten Dörfer weltweit. Den Leitfaden können Sie unter bestellung@bhu.de kostenfrei anfordern.

Leitfaden zum downloadZusätzliches Material zur Publikation