Ab Mai 2024 widmet sich die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in einer großen Ausstellung der Geschichte seines Vorgängerbaus, des einstigen Palastes der Republik. Aufgrund der Entstehungsgeschichte des Humboldt Forums birgt das Thema durchaus eine gewisse Brisanz.

Das Humboldt-Forum plant im Zeitraum vom 17. Mai 2024 bis zum  16. Februar 2025 eine Ausstellung zum abgerissenen Palast der Republik unter dem Motto ‚Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart‘.

Palast der Republik – ein verlorenes Stück Ost-Moderne

Der Palast der Republik stand am Marx-Engels-Platz (nach dem Mauerfall umbenannt in Lustgarten und Schloßplatz) auf der Spreeinsel im Berliner Ortsteil Mitte. Er wurde zwischen 1973 und 1976 nach Plänen von Heinz Graffunder und anderen Architekten auf einem 15.300 Quadratmeter großen Teil des Geländes des ehemaligen Berliner Stadtschlosses gegenüber dem Außenministerium der DDR errichtet.

Der Palast diente als Sitz der Volkskammer und beherbergte eine Vielzahl von Veranstaltungsräumen eines öffentlichen Kulturhauses. Aufgrund der Freisetzung krebserregender Asbestfasern wurde das Gebäude ab 1990 geschlossen.

Zwischen 1998 und 2003 wurden die asbesthaltigen Elemente entfernt. Der Deutsche Bundestag beschloss 2003 aber dennoch den Abriss des Gebäudes, der von Anfang Februar 2006 bis Anfang Dezember 2008 durchgeführt wurde.