Mit dem “Denkmalnetz Sachsen” werden zukünftig Kompetenz und Aktivitäten der behördlichen Denkmalpflege noch besser mit anderen Akteuren, wie Eigentümern und ehrenamtlich Engagierte vernetzt werden. Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) sprach in einer Mitteilung von einem wichtigem Baustein zur Bewahrung der sächsischen Denkmallandschaft.

Bereits im April 2021 hatte das Landesamt für Denkmalpflege zu einer Interessensbekundung für das Beratungsnetzwerk »Denkmalnetz Sachsen« aufgerufen mit dem Ziel ein Beratungsnetzwerk für Denkmalbesitzer und -interessierte im Freistaat Sachsen aufzubauen. Der Aufruf richtet sich an Akteure der Zivilgesellschaft, die interessiert sind, Träger eines Beratungsnetzwerkes zu werden. Das  Beratungsnetzwerk soll langfristig etabliert, landesweit tätig werden und seinen Sitz im Freistaat Sachsen nehmen. Innerhalb der ersten vier Jahre soll eine Förderung durch den Freistaat Sachsen als Anschubfinanzierung erfolgen. Es soll staatliche und kommunale Denkmalpflege ergänzen und unterstützen, Ansprechpartner vor Ort vermitteln und eine Online-Kommunikationsplattform zur Vernetzung interessierter Vereine, Körperschaften und Einzelpersonen bieten.

“Das Denkmalnetz Sachsen wird Synergien erzeugen und viele Anstöße zugunsten von Kulturdenkmalen geben, die bisher vielleicht noch im Abseits stehen oder für die eine zündende Nutzungsidee fehlt”, ist Minister Schmidt überzeugt.

Hintergrund

Sachsen hat derzeit über 103.000 Kulturdenkmale. Sachsens enorme Denkmaldichte mit gut 25 Denkmalen je 1000 Einwohner ist im bundesdeutschen Vergleich rekordverdächtig. Neben Denkmälern im öffentlichen Besitz, ist der größte Teil in privater Hand. So engagieren sich auch private Eigentümer sich für eigene Objekte, ebenso ehrenamtliche Engagierte, die sich für öffentlich, wie private Denkmale einsetzen. Dabei sind rund ein Drittel noch unsaniert.