BHU Mitgliedsverband

Verein für die Geschichte Berlins

Gegründet 1865-01-28
Sitz: Berlin

Der Verein bemüht sich um die Erforschung der Berliner Geschichte und die Veröffentlichung der Ergebnisse. Seit 1951 erscheint ein Jahrbuch, seit 1954 unter dem Titel „Der Bär von Berlin“. Die „Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins“ stellen vierteljährlich die unmittelba-re Verbindung zu den Mitgliedern her. Führungen und Vorträge wirken in die breite Öffentlichkeit hinein. Neben der Geschichtsforschung setzt sich der Verein für die Erhaltung und Pflege wichtiger Baudenkmäler in. Nach der Wiedervereinigung und dem Fall der Mauer 1989 dehnte der Verein seine Tätigkeit auf das gesamte Berlin und sein Umland aus.

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Deutscher Wikipedia-Artikel über den Verein für die Geschichte Berlins

Geschichte

1865 entstand der „Verein für die Geschichte Berlins“ aus dem Wunsch, die Geschichte der Stadt zu erforschen, Überliefertes zu bewahren und der Bevölkerung zum Bewusstsein zu bringen. Die Gründer, unter anderem der Oberbürgermeister, reagierten damit auf die Bedrohungen durch den technischen Fortschritt, wie sie ihn verstanden. In der Satzung legten sie die Aufgaben fest, und zwar den Erhalt von Zeugnissen der Stadtgeschichte, die wissenschaftliche Forschung und die Veröffentlichung der Erkenntnisse in Schrift und Wort. Der Verein nahm einen bedeutenden Aufschwung. Erstellt wurde eine umfangreiche Bibliothek zur Geschichte Berlins und des Vereins. Es wurden beachtliche berlinhistorische Veröffentlichungen herausgegeben und Vorträge gehalten. Im gesellschaftlichen Leben spielte der Verein eine immer größere Rolle. Einflussreiche Politiker und Unternehmer, Künstler und Schriftsteller gehörten zu seinen Mitgliedern. Im Ersten Weltkrieg konnte das Vereinsleben kaum aufrecht erhalten werden. Die wirtschaftliche und politische Unruhe in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ließ nur eine eingeschränkte Vereinsarbeit zu. Die nationalsozialistische Machtübernahme im Jahre 1933 änderte nicht die Zielsetzung des Vereins. Die stadtgeschichtlichen Veranstaltungen und Forschungsuntersuchungen konnten fortgesetzt werden. 1943 gingen fast die gesamte Bibliothek und das Vereinsarchiv im Bombenhagel unter.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war zunächst jede Betätigung auch für kulturelle Vereinigungen verboten. 1946 fanden bereits erste Beratungen statt. Man beschloss eine Neugründung und erhielt 1949 die Genehmigung der Alliierten Kommandatur. Der Verein richtete seine Arbeit zunächst auf ganz Berlin aus und gab ein Jahrbuch heraus. Man bemühte sich um die Bibliothek, die stets erweitert wurde. Schließlich überlegte man, den Verein für die Geschichte Berlins von 1865 wieder zu beleben. Der „Verein für die Geschichte Berlins“ löste sich auf und ging 1961 in den „Verein für die Geschichte Berlins von 1865“ mit seinen Mitgliedern und seinem Vermögen über. Der Vereinsname wurde in „Verein für die Geschichte Berlins gegr. 1865″geändert.

NORMDATEN zu Verein für die Geschichte Berlins

GND 39686-2 | LCCN n90677991 | VIAF 147169332

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