BHU Mitgliedsverband

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Gegründet 1906-10-20
Sitz: Köln

Der Rheinische Verein deckt die Arbeitsfelder der Denkmalpflege und des Landschaftsschutzes in voller Breite ab. Er pflegt Kontakte zu allen Behörden, meldet sich bei drohenden Beeinträchtigungen oder Zerstörungen zu Wort und entsendet Mitglieder in die Landschaftsbeiräte und Landschaftspflegebeiräte auf Kreis-, Bezirksregierungs- und Ministeriumsebene sowie in die Gestaltungs- und Denkmalpflegebeiräte. Obwohl die Länderaufteilung nach dem Zweiten Weltkrieg die preußische Rheinprovinz auftrennte, sieht der Rheinische Verein den Landesteil Nordrhein – Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie den Rheingau als sein Vereinsgebiet an.

Seit seiner Gründung hat der Rheinische Verein eine rege Publikationstätigkeit entfaltet. Die Zeitschrift „Rheinische Heimatpflege“, 1964 mit der neuen Folge wiedergegründet, entstand als „Mitteilungen des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz“ bereits im Jahre 1906. Hinzukommen die Jahrbücher und Sonderveröffentlichungen. In der Reihe „Rheinische Kunststätten“ sind seit 1935 mehr als 450 Hefte, in der Reihe „Rheinische Landschaften“ 51 Hefte

KONTAKT

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL)
Hermann-Pünder-Straße 1
50679 Köln
Deutschland

t: (0221) 809 28 05
f: (0221) 809 2141

rheinischer-verein@lvr.de

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Deutscher Wikipedia-Artikel über den Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Geschichte

Der „Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz“ wurde 1906 auf Einladung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen der Landeshauptmann, Vertreter der obersten Verwaltung, des rheinischen Adels, der Großindustrie, der Kirchen und von Kunst und Wissenschaft teil. Den Zweck des neuen Vereins erblickte man in den Bestrebungen, „den Schutz, die Sicherung und Erhaltung der in der Rheinprovinz vorhandenen Denkmäler der Geschichte und der Kunst“ anzuregen, „zur Erforschung der Geschichte dieser Denkmäler beizutragen“ und „die Verunstaltung und Schädigung der hervorragenden Landschaftsbilder zu verhüten, für die Erhaltung der historischen Ortsbilder einzutreten und für eine Weiterbildung der rheinischen Bauweise zu wirken“. Diese Grundsätze suchte der Verein durch Beratung und Einflussnahme auf Verwaltungen und politische Entscheidungsträger, durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen umzusetzen. Nach dem Ersten Weltkrieg gelang es, den Verein in eine neue Zeit überzuleiten. Der denkmalpflegerische Einsatz verstärkte sich am Beispiel der im Krongut befindlichen rheinischen Burgen und Schlösser, ließ andere Aspekte indessen nicht außer Acht. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurde der Rheinische Verein, wie alle Vereine ähnlicher Zielsetzung im Reich, dem „Reichsbund Volkstum und Heimat“ einverleibt. Bereits 1934 trat der Verein aus diesem Verband wieder aus und schloss sich dem selbstständig weiterbestehenden „Deutschen Bund Heimatschutz“ an. Landeshauptmann Heinz Haake, 1937 zum Vorsitzenden gewählt, sicherte dem Verein ein Eigenleben zu. Der Verein wurde als Landesverein des Deutschen Bundes Heimatschutz der Dachverband der rheinischen Geschichts- und Heimatvereine. Von der rheinischen Provinzialverwaltung wurde er mit der Wahrnehmung der Heimatpflege in der gesamten Rheinprovinz betraut. Seit 1939 führte er dann den Namen „Rheinischer Heimatbund“.

1947 begann der Rheinische Heimatbund wieder mit seiner Arbeit. 1951 erfolgte die Wiedergründung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz. Der Heimatbund wirkte als Dachverband. 1970 wurden schließlich der Rheinische Heimatbund und der Rheinische Verein zum „Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz“ vereinigt.

NORMDATEN zu Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

GND 37817-3 | LCCN n81073802 | VIAF 135459724

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